RüstungsInformationsBüro

Informationen zu Waffenproduktion und Rüstungsexporten

Friedensaktivisten zersägen Gewehre vor dem Werkstor von Heckler & Koch

Gemeinsame Pressemitteilung
Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK)
RüstungsInformationsBüro (RIB e.V.)
Deutsches Aktionsnetz Kleinwaffen Stoppen (DAKS)
Flüchtlingsrat Baden-Württemberg

Jürgen Grässlin mit zersägtem Heckler & Koch Gewehr

Friedensaktivisten zersägen Gewehre vor dem Werkstor von Heckler & Koch

Frankfurt / Freiburg / Oberndorf, den 4. August 2006

In einer spektakulären Aktion haben rund 40 Friedensaktivistinnen und Aktivisten der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), des RüstungsInformationsBüro (RIB e.V.), des Deutschen Aktionsnetz Kleinwaffen Stoppen (DAKS) und des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg mehrere Gewehre vor dem Oberndorfer Gewehrproduzenten Heckler & Koch (H&K) zersägt.

„Heckler & Koch ist deutscher Rüstungsexportmeister und Weltmeister bei Lizenzvergaben im Gewehrbereich. Eine Vielzahl von Armeen und Milizen im Nahen und Mittleren Osten schießen mit H&K-Waffen“, sagte Jürgen Grässlin, Bundessprecher der DFG-VK. „Mit dem Zersägen von H&K-Waffen fordern wir den Stopp aller Rüstungsexporte, die das Morden im Nahen Osten und anderswo erst ermöglichen.“

„Mit dem Zersägen von H&K-Waffen verbinde ich die Forderung nach einem sofortigen Ende der Kämpfe im Nahen Osten. Diese werden mit Waffen geführt, die unter anderem von Heckler & Koch exportiert bzw. in Lizenz gefertigt worden sind“, so Gabi Ayivi, Sprecherrätin beim Flüchtlingsrat Baden-Württemberg. „Rüstungsexporte produzieren Flüchtlinge, wie die Sitaution im Südlibanon drastisch zeigt. Hunderttausende von Menschen müssen wegen der Waffengewalt fliehen.“

„Ich habe eine H&K-Waffe zersägt, weil ich konkrete ‚Schritte zur Abrüstung’ fordere. Mit unserer Friedensfahrradtour zu den Produktionsstätten von EADS/MBB und Heckler & Koch nennen wir Mitverantwortliche für die kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen und Mittleren Osten“, erklärte der Kampagnenbeauftragte der DFG-VK, Thomas Rödl. „Die Umstellung der Rüstungsindustrie auf eine sinnvolle zivile Fertigung wäre ein entscheidender Schritt hin zu einer Welt ohne Waffen und Militär.“

Die Teilnehmer der DFG-VK-Fahrradtour fuhren anschließend über Sulz und Horb weiter nach Tübingen. Nach mehr als 450 Kilometern wird die Tour am Samstag in Ludwigsburg enden.

Kontakt:
Jürgen Grässlin, Bundessprecher DFG-VK und DAKS, Vorstand RIB,
Tel. 0170-611 37 59
Thomas Rödl, Kampagnenbeauftragter der DFG-VK, Koordinator der Friedensfahrradtour, Tel. 0173-565 17 49

Updated: 9. August 2006 — 18:50
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