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Leserbrief: „Suizide mit Feuerwaffen verhindern“

Dieser Leserbrief erreichte uns bereits vor einiger Zeit, konnte aber aus technischen Gründen erst jetzt veröffentlicht werden.

Suizide mit Feuerwaffen verhindern

Sprengstoffe und Gifte können nicht einfach so gekauft werden. Aber für Feuerwaffen gelten Laisser-faire Regelungen, trotzdem so Kriminelle sich sehr leicht eine Waffe beschaffen können, trotz vielen Suiziden mit Feuerwaffen. Wer seine Waffe nach der Dienstpflicht behalten will, kann dies auch in Zukunft ohne Waffenschein tun. Interessierte müssen lediglich schriftlich bestätigen, dass sie nicht im Strafregister eingetragen sind. Mit dieser largen Regelung werden die vielen Suizide mit Armeewaffen nicht verhindert. Die Schweiz hat einer der höchsten Suizidraten mit Feuerwaffen in der Welt. Studien zeigen: Umso mehr Waffen in Haushalten vorhanden sind, desto eher kommt es zu Suiziden mit Schiesseisen. Bei Männern sind Feuerwaffen das häufigste Mittel um sich umzubringen. Besonders junge, beruflich gut qualifizierte Männer greifen zu Feuerwaffen um sich zu töten. (siehe auch „Use of Army Weapons and Private Firearms for Suicide and Homicide in the Region of Basel, Switzerland“ A. Frei, A. Han. M.G. Weiss, V. Dittmann, and V. Ajdacic-Gross, 2006 Hogrefe & Huber Publishers) – Ein restriktives Waffenrecht wäre daher angezeigt, um Suizide zu verhindern. Nur noch wer beruflich wirklich ein Waffe braucht, sollte zu Hause über eine Waffe verfügen.

Heinrich Frei, Zürich

Updated: 26. November 2006 — 17:08
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