RüstungsInformationsBüro

Informationen zu Waffenproduktion und Rüstungsexporten

Kriegsmaterialexporte stoppen und Solarzellen und Windkraftwerke produzieren

Leserbrief von Heinrich Frei, Zürich
Die Volksinitiative des Bündnisses gegen Kriegsmaterialexporte kommt zustande, schon sind 100.000 Unterschriften gesammelt worden. Es wäre an der Zeit, die Kriegsmaterialexporte der Schweiz vollständig zu stoppen, und zwar bevor die Volksinitiative für ein Verbot der Ausfuhr von Rüstungsgütern eingereicht wird. Unser Land mit dem Sitz des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz in Genf und als Depositärstaat der Genfer Konventionen ist unglaubwürdig, wenn wir Kanonen, Granaten, Munition und Panzerwagen exportieren. Auch die Friedensinitiativen von Bundesrätin Micheline Calmy-Rey sind erst glaubwürdig, wenn wir die Rüstungslieferungen, die mithelfen, Kriege in aller Welt anzuheizen, stoppen. Auch das Beklagen der gewalttätigen Jugend ist mehr als unglaubwürdig, wenn wir Erwachsenen dann es erlauben, die USA, Grossbritannien und Nato-Staaten mit Kriegsmaterial zu beliefern, an Staaten, die in Afghanistan und im Irak Krieg führen, die dort vor allem Kinder, Frauen und Männer töten, Zivilisten. Warum nicht die Kriegsindustrie auf zivile Produktion umstellen, Solarzellen und Windkraftwerke produzieren, Nullenergiehäuser bauen, alte Häuser energetisch sanieren? Investitionen in diesen zivilen Bereichen würden drei- oder vierfach mehr Arbeitsplätze schaffen als Investitionen in der Rüstungsindustrie.

Updated: 25. Mai 2007 — 10:19
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