RüstungsInformationsBüro

Informationen zu Waffenproduktion und Rüstungsexporten

Rundbrief des RüstungsInformationsBüros zur MV 2008

Liebe FreundInnen und Mitglieder des RüstungsInformationsBüros,

in der Hoffnung, dass Ihr alle das neue Jahr 2008 gut begonnen habt, melden wir uns wieder von RIB mit einer Einladung zur nächsten Mitgliederversammlung am 23. Februar 2008 und einem Rundschreiben über unsere Arbeit.

Archiv

Unser Archivleiter André Maertens hat uns bedauerlicherweise im September 2007 verlassen und sich endgültig für Taiwan entschieden. Wir danken ihn für 7 Jahre Engagement, wichtige Impulse und freundschaftliche Zusammenarbeit im RIB. Besondere Anerkennung verdient seine Recherchearbeit für den DAKS-Newsletter (Deutsches Aktionsnetz Kleinwaffen Stoppen), der nun von Fabian Sieber, Pax Christi Erfurt, weitergeführt wird.

Seit dem 1. September 2007 arbeitet Thomas Ungricht im RIB-Archiv. Neben den Routinearbeiten in Archiv und Büro wird Thomas sich um zwei Schwerpunkte kümmern:

1. die Umstellung des Archivs auf elektronische Erfassung, Indexierung und Verwaltung.

2. den Ausbau des RIB-Weblogs zu einer Informationszentrale für alle Themen rund um Rüstung, Militarisierung und den Widerstand dagegen. Auch hier wird der Fokus auf deutscher Rüstungsproduktion und -export sowie Kleinwaffen liegen.

Selbstverständlich gehen die Anfragen zu Rüstungsexporten und anderen Themen weiter – wir bearbeiten sie durch Recherche im Archiv und auch digital. Das Archiv wird ständig betreut, weitere Informationen einsortiert oder digital gespeichert. Dabei sind wir immer selektiver, denn wir haben räumlich alle Kapazitäten ausgeschöpft.

Im September 2007 haben wir ein Bibliotheksiegel von der Siegelstelle der Staatsbibliothek zu Berlin erhalten und sind nun eine wissenschaftliche Spezial- und Präsenzbibliothek mit Anknüpfung an die Universitätsbibliothek der Albert-Ludwig Universität in Freiburg. Zurzeit werden unsere Bücher und Zeitschriften katalogisiert und werden bald abrufbar sein.

Aktivitäten in Freiburg

Die friedenspolitische Aktivitäten des RIB setzten sich in gemeinsamer Arbeit mit dem Freiburger Friedensforum nach unserer letzten MV im Januar 2006 mit einer Kundgebung zum 3. Jahrestag des Irakkriegs in Freiburg fort. Wir unterstützten erneut die Ostermärsche, vor allem in Ulm und Müllheim, dem Standort der deutsch-französischen Brigade. Wir beteiligten uns an einer Kundgebung zum 20. Jahrestag der Atomkatastrophe in Tschernobyl und forderten die Stilllegung des KKW Fessenheims sowie die Abschaffung aller Atomwaffen. Anlässlich des Tags der Befreiung am 8. Mai 2006 beteiligten wir uns an der Filmvorführung „Rückkehr in die vergessene Schule“, die über eine Zwangsschule für jüdische Kinder in Freiburg während der Nazizeit berichtet. In Zusammenarbeit mit Connection e.V. luden wir Kriegsdienstverweigerer aus Eritrea ein und führten mit ihnen eine sehr kontroverse Veranstaltung an der Freiburger Uni durch. Intensive Gespräche mit Eritreern aus der Region fanden danach statt.

Wir setzten unsere Veranstaltungsarbeit mit einem Vortrag der Informationsstelle Militarisierung (Jürgen Wagner) über die zivil-militärische Zusammenarbeit und Auslandseinsätze der Bundeswehr fort. Im Juli 2006 begann der Libanonkrieg. Wir unterstützten die Stellungnahmen und Mahnwache des Freiburger Friedensforums zu diesem Krieg und führten Gespräche mit VertreterInnen der Libanesen und Israelis in Freiburg. Am Antikriegstag 2006 thematisierten wir den Krieg bei einer Kundgebung in Freiburg. Es gab weitere Stelllungnahmen zum Kongo-Einsatz der Bundeswehr und zur Situation der Städte-Partnerschaft Freiburg-Isfahan – alles wurde auf unserer Homepage veröffentlicht.

Wie immer unterstützten wir im November 2006 und 2007 die Vorbereitung und Durchführung der Freiburger Friedenswoche mit mehreren Vortragsveranstaltungen. Die Vortragenden waren 2006 u. a. Jürgen Grässlin, Clemens Ronnefeldt, Andreas Zumach, Claudia Haydt, Dr. Sumaya Farhat-Naser und Major Florian Pfaff. Im Jahr 2007 kamen Oberstleutnant Jürgen Rose, Roland Blach (DFG-VK), Aimee Allison, Kriegsdienstverweigerin aus der USA, Eduardo Castrillon, Menschenrechtler aus Kolumbien, Andreas Zumach und Jürgen Grässlin zum Themenbereich „Deutsche Rüstungsexporte, aufgezeigt am Beispiel Daimler AG und Heckler & Koch“.

Im Januar 2007 konnten wir eine Veranstaltung mit dem Titel „Mauretanien – Transitland für MigrantInnen oder Hilfspolizist der EU?“ mit Asylgruppen in Freiburg durchführen. Der Vortragender war Amadou M. Bow von der Menschenrechtsvereinigung in Mauretanien. Im März 2007 protestierten und informierten wir in Freiburg gegen den Tornado-Einsatz in Afghanistan. Der Schwerpunkt unserer Unterstützung der Ostermärsche war 2007 in Calw mit der Forderung, die Auslandseinsätze der Bundeswehr zu beenden. Am 1. und 8. Mai organisierten wir Proteste gegen die Beteiligung der Freiburger Rüstungsfirma LITEF an der Herstellung des RECCE-Tornados. Diese Proteste setzten wir trotz eines Ermittlungsverfahrens am Antikriegstag 2007 fort. Ein erster Kontakt mit dem Betriebsrat von LITEF hat bereits stattgefunden.

Wir führten Aktionen gegen Rüstungsforschung an der Uni-Freiburg und Werbung für die Bundeswehr bei der ARGE durch. Mit der Werkstatt für Gewaltfreie Aktion Baden luden wir den Priester Simon Harak – Vertreter der US-Friedensbewegung und Experte für Militärökonomie – nach Freiburg ein. Zum Antikriegstag 2007 konnten wir mit IMI eine Veranstaltung über die Situation der Flüchtlingen aus Afghanistan und den Bundeswehreinsatz durchführen. Wir protestierten mit einem ausführlichen Brief- wechsel mit dem Verteidigungsministerium und anderen Akteuren des Militärs gegen eine Bundeswehr- übung mit Tiefflügen über Freiburg.

RIB-Schwerpunkte Kleinwaffen, Rüstungsexporte, Streumunition und Killerspiele

Die zentralen Arbeitsschwerpunkte von RIB lagen und liegen im Bereich der so genannten Kleinwaffen . Mit ihnen werden rund 90% der Menschen in Kriegen und Bürgerkriegen erschossen.

Der DAKS-Kleinwaffen-Newsletter informiert nun schon seit zwei Jahren über die internationale und deutsche Kleinwaffenproblematik. Neuentwicklungen und Exporte von Heckler & Koch spielen dabei ebenso eine Rolle, wie die Dokumentation und Bekanntmachung von Aktionen der Friedensbewegung gegen Kleinwaffen. Fabian Sieber, Mitglied des DAKS-Koordinationskreises (Pax Christi), hat im Oktober 2007 die Erstellung des Newsletters übernommen. Finanziell unterstützt wird das monatliche Rundschreiben dankenswerterweise von einem Spenderkreis – die technische Unterstützung kommt vom RIB. Wer den Newsletter bestellen will, kann einfach eine Mail schicken an: daks-news@rib-ev.de. Alle Newsletter lassen sich auf der RIB-Internetseite nachlesen.

Aktiv haben wir an der Textentwicklung und Unterschriftensammlung der „Waldkircher Erklärung gegen Rüstungsexporte“ mitgearbeitet, die im Frühjahr 2008 den Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag vorgelegt werden soll.

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt lag in der Bekämpfung der Beteiligung an Streumunition durch die Daimler AG. Hier haben wir an der Koordination der bundesweiten Kampagne mitgewirkt und vor der Freiburger Mercedes-Niederlassung protestiert (siehe: www.wir-kaufen-keinen-Mercedes.de).

Unsere Vorstandsmitglieder Stephan Möhrle und Jürgen Grässlin haben eine Unterrichtseinheit und den Vortrag „Krieg in Kinderköpfen“ gegen Killerspiele entwickelt.

Weitere Informationen über die Streumunitionkampagne, über die Waldkircher Erklärung gegen deutsche Rüstungsexporte sowie über die Unterrichtseinheit gegen Killerspiele finden sich auf unserer Homepage www.rib-ev.de und auf der Homepage von Jürgen Grässlin www.juergengraesslin.com.

Der Kampf gegen Krieg, Aufrüstung und Gewalt, für Frieden, Menschenrechte und Asyl muß weitergehen. Deutschland steht an dritter Stelle der Waffen-exportierenden Länder, ist aber nicht bereit, Betroffenen aus Konfliktgebieten Asyl zu gewähren. Ohne die finanzielle Unterstützung unserer Vereinsmitglieder und anderer Spender können wir nicht wie bisher weitermachen.

Deswegen unsere Bitte:
Kommt zur Mitgliederversammlung, beteiligt euch an den Entscheidungsprozessen und spendet!

Virginia Edwards-Menz für den RIB-Vorstand

Bankverbindung: GLS-Bank Freiburg – BLZ 430 609 67 – Konto-Nr. 80 41 07 38 00

RüstungsInformationsBüro e.V.
RIB
Stühlingerstraße 7
79106 Freiburg
Tel. 0761 76 78 088
Fax 0761 76 78 090
E-mail: rib@rib-ev.de
Homepage: www.rib-ev.de

Updated: 20. Februar 2008 — 12:14
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