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Demo gegen Heckler & Koch in Nottingham

AktivistInnen von „Nottingham against Militarism and the Arms Trade“ haben am vergangenen Montag, 14. Oktober 2008, erneut gegen die Waffenschmiede Heckler & Koch protestiert.
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on Roman Deckert (RIB / BITS)

Bereits im Mai und Juli 2008 hatte es in der mittelenglischen Stadt Nottingham Demonstrationen am Hauptsitz von Heckler & Koch Great Britain gegeben, der Tochtergesellschaft des Oberndorfer Kleinwaffen-Herstellers, wie auch schon in Vorjahren. Indymedia UK berichtet:

An diesem Montag zog nun erneut eine Gruppe von DemonstrantInnen in das Eastern Park Gewerbegebiet an der Lenton Lane, um unter dem Motto „Shut Down HK“ und in bunter Verkleidung gegen die tödlichen Geschäfte mit den schwäbischen Waffen zu protestieren. Der Photo-Überwachung durch die Polizei begegnen die AktivistInnen, indem sie selber Bilder der Überwacher ins Internet stellen.

Die Kampagne Notts Anti-Militarism bezieht sich auf ihrer Website auch auf die Studien von RIB und DAKS. H&K hat seine englische Niederlassung in der Vergangenheit nachweislich dazu genutzt, um deutsche Exportbeschränkungen zu umgehen. Laut Firmenangaben „betreut Heckler & Koch Great Britain Kunden ausserhalb der NATO und der USA.“

Für besondere Empörung sorgt H&Ks Präsenz, da Nottingham für seine hohe Rate an Kriminalität mit Schusswaffen berüchtigt ist. Laut „Notts Anti-Militarism“ hatte die H&K-Presseabteilung im Juli eine lokale Radiostation davor gewarnt, über die Demo zu berichten – mit der bezeichnenden Begründung, dass dies Diebe zum Einbruch in das H&K-Lagerhaus verleiten könnte.

Updated: 17. Oktober 2008 — 21:07
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