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Der Schreiber-Skandal ohne Folgen?

Deutschlandradio-Interview mit dem RIB-Vorsitzenden Jürgen Grässlin in Deutschlandradio Kultur

»Der Schreiber-Skandal ohne Folgen? Die deutschen Waffenexporte steigen weiter«

Im Deutschlandradio Kultur führte die Redakteurin Liane von Billerbeck ein Interview mit Jürgen Grässlin, Sprecher der Kritischen AktionärInnen Daimler, des RüstungsInformationsBüros und des Deutschen Aktionsnetzes Kleinwaffen Stoppen. Anlass für das 11-minütige Interview bot der Prozessauftakt gegen den Waffenlobbyisten Karlheinz Schreiber vor dem Landgericht Augsburg. Grässlin verwies auf die Tatsache, dass rund 98 Prozent der deutschen Waffentransfers legal erfolgen und der »Fall Schreiber« eine Ausnahme darstelle. Allerdings erwarte er die Beantwortung brisanter Fragen nach der Verstrickung führender CDU-Politiker, wie dem Ex-Bundeskanzler Kohl und dem heutigen Finanzminister Schäuble, in den Schreiber-Skandal. Der Umfang deutscher Waffenexporte habe dramatisch zugenommen, selbst kriegsführende und menschenrechtsverletzende Staaten würden beliefert, so Grässlin. Der Rüstungsexperte forderte einen breiten gesellschaftlichen Diskurs über die mangelnde Transparenz, die fehlende demokratische Entscheidungsfindung und die zahllosen Opfer deutscher Waffenlieferungen.

Siehe Deutschlandradio Kultur vom 19.01.2010, 11.07 Uhr.

Interview als mp3-Datei


Updated: 26. Januar 2010 — 23:35
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