DAKS: Kleinwaffen-Newsletter August erschienen
August 31, 2007
In der heute erscheinenden August-Ausgabe des Kleinwaffen-Newsletters finden Sie einen Artikel von Roman Deckert (Historiker und Mitarbeiter bei BITS) zum Thema Kolumbien. Es ist ihm gelungen, neue Geschäftsverbindungen zwischen Deutschland und Kolumbien aufzudecken.
Außerdem enthält der Newsletter einen Aufruf, Unterschriften für die “Waldkircher Erklärung zum Rüstungsexport” zu sammeln. Sie werden im Herbst an die Bundestagsfraktionen übergeben. Die Munitionsrubrik befasst sich dieses Mal mit der (leider) eher selten beleuchteten Generation neuer Granaten und deren Einsatz in naher Zukunft. Und schließlich ruft DFG-VK-Bundessprecher Jürgen Grässlin für den Herbst zu Aktionen gegen Streumunition auf.
Der Kleinwaffen-Newsletter des Deutschen Aktionsnetzes Kleinwaffen Stoppen (DAKS) wird gefördert von:
DAKS-Fonds “Gerechtigkeit für Kleinwaffenopfer” (angesiedelt beim RüstungsInformationsBüro), Friedenszentrum Braunschweig, deutsche Sektion von Pax Christi, Kampagne gegen Rüstungsexport bei Ohne Rüstung Leben, Oxfam Deutschland e.V., Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) und von allen Mitgliedern des DAKS. Herzlichen Dank an unsere Unterstützer!
Zum Weiterempfehlen: Wenn Sie den Kleinwaffen-Newsletter abonnieren wollen (als kostenlose E-Mail), senden Sie einfach eine Mail mit dem Stichwort “Kleinwaffen-Newsletter” an: rib.freiburg@gmx.de
Auf der Internetseite des RIB-Archivs können Sie frühere Newsletter nachlesen: http://www.rib-ev.de/daks/newsletter.htm
Hier erfahren Sie auch mehr über unsere Unterstützer-Organisationen.
André Maertens
Koordinator des Deutschen Aktionsnetzes Kleinwaffen Stoppen (DAKS)
Deutschland auf Platz 3 der Rüstungsexporteure
August 26, 2007
DFG-VK-Bundessprecher Grässlin ruft zur Unterstützung der Unterschriftenaktion „Waldkircher Erklärung“ auf
Die Zahlen lesen sich nüchtern, die Folgen sind dramatisch: Trotz aller gesetzgeberischen und politischen Vorkehrungen steigen die deutschen Waffenexporte rasant an. Laut Berechnungen des schwedischen Friedensforschungsinstituts Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) verdoppelte die Bundesrepublik Deutschland ihren Export konventioneller Waffen innerhalb eines Jahres von 1,5 Milliarden Dollar (2005) auf 3,8 Milliarden (2006). Nach den USA und Russland avancierte Deutschland damit zum drittgrößten Waffenexporteur. weiterlesen …
Schweizer Neutralität Ade: Partnerschaft für den Frieden und Nato-Geschäftspolitik der bundeseigenen Ruag
August 17, 2007
von Heinrich Frei, Zürich
„Damit die Welt sicherer wird“: Nato übt in der Schweiz
Seit über Zehn Jahren ist die Schweiz Mitglied der so genannten Partnerschaft für den Frieden (PdF). Mit dem Beitritt zu dieser Organisation wurde die Schweiz militärisch noch enger mit den USA, Grossbritannien und den Nato Staaten verbunden, mit Staaten die heute in Afghanistan und im Irak Krieg führen. In einem Interview des SonntagsBlicks vom 22. Juli 2007, mit Generalstabsoberst Franz Nager, erfuhr man, dass die Schweizer Armee neben der Ausbildung der eigenen Soldaten in weit über 50 Kursen pro Jahr auch Soldaten ausländischer Armeen ausbildet. Dazu gehören auch Bedrohungsszenarien „in schwer zugänglichem Gelände“. Vor dem Irak-Krieg übten britische Soldaten in den Schweizer Alpen Helikopterlandungen im Schnee, da dieser die gleiche Konsistenz wie Wüstensand haben soll. weiterlesen …
Indy-Beitrag zu Demo vor Heckler & Koch in Großbritannien
August 17, 2007
http://de.indymedia.org/2007/08/190821.shtml
Protest gegen Heckler & Koch in UK
indymedia uk 24.07.2007 14.08.2007 21:04
Ungefähr 30 bis 40 Leute versammelten sich am Hauptsitz in UK von Heckler & Koch, dem weltweit zweit größten Hersteller von Handfeuerwaffen, Sturmgewehren, Maschinenpistolen, Maschinengewehren und Granatwerfern.
Jüngst konnte der Firmensitz auf dem Industriegebiet in Lenton Nottingham ermittelt werden, so haben sich ein paar Leute entschieden sie zu besuchen.
Anwesend war die gleiche Anzahl von Polizisten wie Protestierende, welche versuchten vom eigentlichen Firmenstandort fernzuhalten.
Ebenso gab sich Polizeidokumentatkionsabteilung »Forward Intelligence Team« (FIT)welche aus London für das Event gekommen war, die Ehre.
Ein Beamter wurde als einer der Ersten FIT Spieler erkannt.
Zur Demonstration hatte die Gruppe aus Nottingham von der “Disarm DSEi” aufgerufen, eine Grasswurzelkampagne gegen die größte Waffenmesse im UK ist, bei welcher Heckler & Koch auch am 28.-30. Juli 2007 ausgestellt hatte.
Die in der Nachkriegszeit von ehemaligen Mitarbeitern der Mauserwerke gegründete Heckler & Koch GmbH (HK) ist ein deutscher Waffenhersteller mit Sitz im Oberndorfer Stadtteil Lindenhof in Baden-Württemberg.
Die Firma ist das bedeutendste Waffenunternehmen Deutschlands und gehört laut der Wochenzeitung »Die Zeit« zu den fünf größten Herstellern von Gewehren und Pistolen weltweit.
Schließen Statt Schießen
Nucker 15.06.2004 17:15
http://de.indymedia.org/2004/06/85718.shtml
For more information visit
http://disarmdsei.evey.org/
http://www.indymedia.org.uk/en/2007/07/376847.html
Rüstungsexporte in den Nahen und Mittleren Osten
August 13, 2007
Die Ankündigung der USA, Waffen im Wert von insgesamt etwa 50 Milliarden Dollar in den Nahen und Mittleren Osten verkaufen zu wollen, erregt die Gemüter auch in Deutschland. Der Umstand, dass Frankreich gegenüber Libyen ähnliche Exportabsichten zu hegen scheint, macht die Sache nicht besser – auch wenn das Volumen dieses Geschäftes „nur“ bei 100 Millionen Euro liegen soll. weiterlesen …
ZEIT-Leserbrief zum Krieg in Afghanistan
August 13, 2007
Wir haben ein Fass ohne Boden aufgemacht
Jochen Bittner: „Wettlauf um Afghanistan“, “Die Zeit” Nr. 31
Die Aufstockung des Engagements in Afghanistan wäre militärpolitisch ein Desaster. Die zunehmende Ablehnung der deutschen Bevölkerung kommt zwar aus dem Bauch, gleichwohl kann man sie auch sachlich begründen. Militärisch und humanitär haben wir ein Fass ohne Boden aufgemacht. Einen Waffengang gegen die gebündelten Mächte in Afghanistan können wir nicht gewinnen. Die Russen sind mit einer viel größeren Streitmacht gedemütigt worden – und wir haben keine besseren Krieger.
Alle Fachleute, einschließlich der Afghanen, bemängeln die Ineffektivität der westlichen Wiederaufbauhilfe. Gemessen an den Werten, ist das Vorzeigbare gering. Eine wie auch immer geartete Koordination der Maßnahmen der 60 Geberländer findet nicht statt.
Die Drogenfrage ist zwar nicht alles, aber alles ist nichts, wenn sie nicht geklärt wird. Über 90 Prozent des Bruttosozialproduktes machen die Drogen aus. Zu Zeiten der Schreckensherrschaft der Taliban war der Mohnanbau verboten. Vor der russischen Invasion konnte sich Afghanistan autark ernähren.
Eine westliche Militärallianz kann mit roher Gewalt einem geschickt operierenden Gegenüber nicht standhalten, weil mindestens der Blutzoll zu hoch wäre. Denn nur im Kampf Mann gegen Mann wäre eine kriegerische Auseinandersetzung zu gewinnen. Unsere Soldaten sind dazu noch nicht in der Lage. Dies kann ich mit Nachdruck belegen, denn ich war selbst 2005/2006 in Kabul täglich unterwegs. Die seit fast zwei Jahren andauernde Bunkermentalität des Bundeswehrkontingentes sollte einer Armee im Einsatz wesensfremd sein. Übrigens kommt vom Gesamtkontingent, bei niedrigerer Sicherheitsstufe nur jeder zehnte Soldat jemals aus dem schützenden Lager!
Uwe Lamp, Springe
Oberstleutnant D.R.
Leserbrief aus: “Die Zeit” Nr. 33 vom 9.8.2007, S. 39
Freiburger Bündnis Frieden für Afghanistan
August 7, 2007
Bundeswehr
raus aus Afghanistan
Frieden für Afghanistan –
Keine Verlängerung der Bundeswehreinsätze!
„… dann gibt es nur eins: Sag NEIN!“ (Wolfgang Borchert, 1947)
Im September und Oktober steht die Fortsetzung der Beteiligung der Bundeswehr an dem NATO-Krieg „Operation Enduring Freedom“ und dem UN-mandatierten ISAF-Einsatz auf der Tagesordnung im Bundestag. Erneut steht die Entscheidung Krieg oder Frieden an. Aus diesem Anlass bekräftigen wir unser entschiedenes NEIN zum Krieg.
Die proklamierten Ziele der Militäreinsätze – Terrorismusbekämpfung sowie Demokra-tisierung und Wiederaufbau – sind nicht erreicht. Im Gegenteil: Die Lage im Land verschlechtert sich zusehends, die Gefahr von Anschlägen in den Krieg führenden Ländern erhöht sich mit jeder Ausweitung militärischer Aktionen, wie nach der Entsendung deutscher Tornados wieder erfahrbar. Und in Afghanistan selbst, in Deutschland und weltweit wird der Krieg aus guten Gründen mehrheitlich abgelehnt. weiterlesen …

