Protest gegen Bundeswehr-Werbung in der Arge Freiburg
November 21, 2007
Am 13. Dezember machten PR-Offiziere der Bundeswehr in der Feiburger Arge jungen Menschen verführerisch abenteuerliche Jobangebote.
Im Vorfeld hatten schon über viele Menschen und Organisationen eine Resolution gegen Militärwerbeshows unterschrieben. Diese wurde die den leitenden Herren von Bundeswehr und Arge übergeben.
Das Freiburger Friedensforum organisierte zusammen mit dem Runden Tisch Freiburg und der DFG/VK einen Infotisch und verteilte ein Infoflugblatt.
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Badische Zeitung vom Freitag, 14. Dezember 2007
Ist das Soldatendasein ein Beruf wie jeder andere?
Knapp zwei Dutzend Freiburger protestieren bei der Freiburger Arbeitsagentur gegen eine Infoveranstaltung der Bundeswehr
“Berufe in Uniform” so lautete der Titel eines gemeinsamen Informationsnachmittags von Polizei und Bundeswehr, der gestern um 14 Uhr im Berufsinformationszentrum der Freiburger Arbeitsagentur stattfand. Rund 20 Freiburger Friedensaktivisten protestierten vor der Agentur und später auch im Berufsinformationszentrum dagegen. “Soldat ist kein Beruf wie jeder andere” , erklärte Martin Klauss von der Arbeitslosen-Lobbygruppe “Runder Tisch” . Sie unterstützte den Protest der Freiburger Gruppe der Deutschen Friedensgesellschaft und des Freiburger Friedensforums gegen die Bundeswehr-Infoveranstaltung.
Martin Klauss, Günter Forst von der Friedensgesellschaft und Horst Luppe vom Friedensforum erklärten übereinstimmend, es sei unannehmbar, dass ausgerechnet in der Arbeitsagentur fürs Soldatendasein geworben werde. Klauss: “So werden Menschen verleitet, für eine vermeintlich sichere Einkommensgelegenheit, sich mit Leib und Leben der Armee zu verschreiben. Dabei sind es sicher nicht ihre Interessen, für die die Bundeswehr etwa in Afghanistan im Einsatz ist.” Die jungen Leute, die die Bundeswehr anwerben wolle, könnten gar nicht einschätzen, auf was sie sich da einlassen, sagte Horst Luppe. “Wenn man wie ich selbst den Krieg erlebt hat, sieht man diese Werbeaktionen mit anderen Augen.”
Die Friedensaktivisten, zum größten Teil ältere Leute, versuchten später während der Infoveranstaltung im Berufsinformationszentrum eine Debatte zu entfachen. Sie stießen aber bei den etwa 40 Zuhörern, darunter viele Schüler, meist auf taube Ohren und wurden dann von zwei Polizisten und dem stellvertretenden Agentur-Leiter Hermann Heck aus dem Saal bugsiert. Mit ihm diskutierten sie danach noch eine halbe Stunde über die Position der Arbeitsagentur in dieser Sache.
Laut Hermann Heck informiert die Bundeswehr schon seit Jahren regelmäßig an der Arbeitsagentur. Er räumte der BZ gegenüber ein, dass es im Ermessen der einzelnen Agenturen liege, ob sie der Armee diese Plattform bieten.
hos
DAKS: Kleinwaffen-Newsletter November 2007 erschienen
November 20, 2007
im neuen DAKS-Kleinwaffen-Newsletter wirft Roman Deckert (BITS) einen Blick auf die Situation in Birma – und die Verantwortung von deutscher Politik und Rüstungsindustrie für die Eskalation der Lage. Ein weiterer Artikel befasst sich mit einer neuen Studie zu den Kosten der Kriege. Daneben gibt es jedoch auch „Erfreuliches“ zu berichten: Die Kampagne „Wir kaufen keinen Mercedes – Boykottiert Streumunition!“ hat Anfang Oktober eine erfolgreiche Aktionswoche organisiert.
Auch in diesem Monat ist also wieder viel Neues im Rahmen im Rahmen von DAKS passiert.
Der Kleinwaffen-Newsletter des Deutschen Aktionsnetzes Kleinwaffen Stoppen (DAKS) wird gefördert von:
DAKS-Fonds “Gerechtigkeit für Kleinwaffenopfer” (angesiedelt beim RüstungsInformationsBüro), Friedenszentrum Braunschweig, deutsche Sektion von Pax Christi, Kampagne gegen Rüstungsexport bei Ohne Rüstung Leben, Oxfam Deutschland e.V., Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) und von allen Mitgliedern des DAKS. Herzlichen Dank an unsere Unterstützer!
Zum Weiterempfehlen: Wenn Sie den Kleinwaffen-Newsletter abonnieren wollen (als kostenlose E-Mail), senden Sie einfach eine Mail mit dem Stichwort “Kleinwaffen-Newsletter” an: daks-news@rib-ev.de
Auf der Internetseite des RIB-Archivs können Sie frühere Newsletter nachlesen: http://www.rib-ev.de/daks/newsletter.htm . Hier erfahren Sie auch mehr über unsere Unterstützer-Organisationen.
Waffen für die Welt aus Baden-Württemberg – Vortrag am 19.11.07
November 13, 2007
Herzliche Einladung zur Veranstaltung
Waffen für die Welt aus Baden-Württemberg
Vortrag und Diskussion mit Jürgen Grässlin,
Bundessprecher der DFG-VK und Buchautor
am Montag, 19.11.2007, 20.00 Uhr
im Hörsaal 1098 im KG I in der Uni-Freiburg
Deutsche Außenpolitik ist vorrangig Militär- und Rüstungsexportpolitik. Deutschland ist drittgrößter Waffenexporteur der Welt.
Das Zentrum der Rüstungsindustrie liegt in Süddeutschland. In Baden-Württemberg haben Heckler & Koch, der größte deutsche Gewehrfabrikant, und der Daimler-Konzern, Deutschlands Nummer 1 bei Großwaffensystemen, ihren Stammsitz. Viele weitere Firmen, so auch LITEF aus Freiburg, liefern Kriegsgeräte, die in Kriegen und Bürgerkriegen eingesetzt werden. weiterlesen …
Pressemitteilung DFG-VK zum Rüstungsexportbericht 2006
November 9, 2007
Pressemitteilung: Freiburg/Frankfurt, den 8. November 2007
Der neue Rüstungsexportbericht 2006 der Bundesregierung ist ein Zeugnis aktiver Kriegs- und Bürgerkriegsbeteiligung.
Grässlin wirft Bundesregierung „Mitschuld an Massenmorden“ vor.
In diesem wie im letzten Jahr toben mehr als 40 bewaffnete Konflikte.(1) Aktuell erleben wir die Niederschlagung friedlicher Proteste von buddhistischen Mönche durch Soldaten der burmesischen Militärregierung mit Lizenzwaffen von Heckler & Koch (H&K), mit chinesischen Panzern – augenscheinlich mit Deutz-Motoren – und Waffen anderer deutscher Firmen.(2) Seit Jahren werden in Pakistan Oppositionelle seitens des diktatorischen Regimes Musharraf mit H&K-Lizenzwaffen unterdrückt, in diesen Tagen vor allem Rechtsanwälte. Im Irak kämpfen Besatzungstruppen der US-amerikanischen und britischen Streitkräfte mit in Deutschland entwickelten bzw. produzierten Klein- und Großwaffen. Der Iran ist jahrelang von deutschen Firmen – u.a. mit G3-Gewehren und Mercedes-Militärfahrzeugen – hochgerüstet worden. Türkische Truppen sind in den Nordirak vorgedrungen und haben dabei deutsche Gewehre und Mercedes-Militärfahrzeuge eingesetzt. weiterlesen …
Freiburger Friedenswoche 2007: Termine
November 2, 2007
FREIBURGER FRIEDENSWOCHEN 2007 – Programm
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Montag, 5.11.07, 20.00 h, Café Velo, Wentzingerstr. 15 (bei Überführung über die Bahngleise am Hbf)
USA: Stimmen gegen den Krieg
Vortrag und Diskussion mit Aimée Allison, US-Friedensbewegung.
Übersetzung: Thomas Ungricht
Aimée Allison engagiert sich für US-Kriegsdienstverweigerer und bei Kampagnen gegen Rekrutierung. Sie wird darüber berichten, wie sich die US-Gesellschaft zur Kriegspolitik der eigenen Regierung stellt und über die Antikriegsaktivitäten der US-Friedensbewegung.
Veranstalter: Freiburger Friedensforum, Freiburger Friedenswoche e.V.
Im Rahmen einer Rundreise, die von Connection e.V. organisiert wird. weiterlesen …

