DAKS: Kleinwaffen-Newsletter Januar 2008 erschienen

Januar 25, 2008

In der Januar-Ausgabe des DAKS-Kleinwaffen-Newsletters finden Sie u.a. einen Bericht von Robert Lindner über die Gespräche zu Exportkontrollpraktiken im Rahmen der EU-Arbeitsgruppe COARM.Er stellt auch die aktuellen Planungen der beteiligten Nichtregierungsorganisationen vor.

Roman Deckert liefert in seinem Artikel Daten und Fakten über den tödlichen Einsatz und die Verbreitung von Heckler & Koch-Waffen im kenianischen Bürgerkrieg.

Im Interview informiert Thomas Küchenmeister über die Aktivitäten von Landmine.de und darüber, wie sich die Verbote von Streumunition in Deutschland, Österreich und der Schweiz entwickeln.

Der Kleinwaffen-Newsletter des Deutschen Aktionsnetzes Kleinwaffen Stoppen (DAKS) wird gefördert von:

DAKS-Fonds “Gerechtigkeit für Kleinwaffenopfer” (angesiedelt beim RüstungsInformationsBüro),
Friedenszentrum Braunschweig,
deutsche Sektion von Pax Christi,
Kampagne gegen Rüstungsexport bei Ohne Rüstung Leben,
Oxfam Deutschland e.V.,
Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK)
und von allen Mitgliedern des DAKS.

Herzlichen Dank an unsere Unterstützer!

Zum Weiterempfehlen: Wenn Sie den Kleinwaffen-Newsletter abonnieren wollen (als kostenlose E-Mail), senden Sie einfach eine Mail mit dem Stichwort “Kleinwaffen-Newsletter” an: daks-news@rib-ev.de .

Auf der Internetseite des RIB-Archivs können Sie frühere Newsletter nachlesen: http://www.rib-ev.de/daks/newsletter.htm .

Hier erfahren Sie auch mehr über unsere Unterstützer-Organisationen.

Mit freundlichen Grüßen

Fabian Sieber und André Maertens

Di, 29.1.08: Die Rüstungslobby, die Regierung und das Parlament

Januar 25, 2008

Vortrag und Diskussion mit MdB Paul Schäfer, Fraktion DIE LINKE, Mitglied im Verteidigungsausschuss

Dienstag, 29. Januar 2008, 20.00 Uhr, Universität, Kollegiengebäude I, Hörsaal 1098

Veranstalter:
Freiburger Friedensforum
Freiburger Friedenswoche e.V.
DIE LINKE, KV Freiburg
U-Asta der Universität Freiburg

Die Bundesrepublik ist drittgrößter Waffenexporteur in der Welt. Darüber hinaus gibt es unzählige Lizenzproduktionen deutscher Waffenfabriken in allen Teilen der Welt. Rüstungsgüter wurden und werden von Deutschland nicht nur an die NATO-Partner geliefert, sondern in alle Teile der Welt, nach Israel, in viele arabische Länder, nach Afrika, Süd- und Mittelamerika, nach Fernost in Länder wie Indonesien, Birma, Thailand und sogar China. Das deutsche Sturmgewehr G3 der Firma Heckler u. Koch aus Oberndorf gehört mit geschätzten 10-12 Millionen Stück zu den Standardausrüstungen zahlreicher staatlicher und Guerillaarmeen in aller Welt. Türken fahren deutsche Panzer im Krieg gegen die Kurden. Israel setzte auch deutsche Waffen ein im Libanon-Krieg 2006. Chile, Indonesien Südafrika und Israel, besitzen deutsche U-Boote. Die Bundesrepublik verschenkte seiner Zeit für 8 Milliarden DM Rüstungsgüter und Labors zu Giftgasproduktion an Saddam Hussein. Die Zahl der Empfänger deutscher Waffen ist eine endlose Liste.

Auch deutsche Militärausbilder sind seit Jahrzehnten in vielen Ländern tätig. Die Bundeswehr ist heute stationiert am Horn von Afrika, im Mittelmeer, vor kurzem im Kongo, demnächst wohl auch im Sudan und seit mindestens 12 Jahren auf dem Balkan. Die Bundeswehr führte blutige Kriege, 1999 gegen Serbien, seit 2001 in Afghanistan. Sie bleibt auf unabsehbare Zeit in Afghanistan und in Ex-Jugoslawien stationiert. Auslandseinsätze der Bundeswehr sind der wichtigste Teil deutscher Außenpolitik.

Wir leben in Europa seit langem unter der Herrschaft der Großbanken und Konzerne, die nach ihren Interessen die Politik lenken. Die Rüstungsproduktion wird ausschließlich aus Steuergeldern finanziert. Die Rüstungsindustrie gehört zu den wichtigsten Einflussnehmern auf die Politik. Dieser Einfluss hat in Deutschland eine verhängnisvolle Tradition seit Kaiser- und Nazireich. Den Veranstaltern scheint deswegen folgender Hinweis notwendig:

Der 29. Januar liegt zwischen zwei historischen Gedenktagen. Am 30. Januar 1933 übernahm Hitler die Macht in Deutschland, am 27. Januar 1945, 14 Wochen vor Deutschlands Kapitulation, wurde das Konzentrationslager Auschwitz von der Roten Armee befreit.

Andreas Zumach: Laudatio auf Agustín Aguayo

Januar 10, 2008

aus der Zeitschrift Freitag vom 11.1.2008:
“Andreas Zumach

Ein wahrer Held heutiger Kriege

DOKUMENT DER WOCHE

Laudatio auf Agustín Aguayo, Träger des Stuttgarter Friedenspreises 2007, vorgetragen am 21. Dezember 2007 von Andreas Zumach im Theaterhaus Stuttgart.

Der US-Sanitätsgefreite Agustín Aguayo hat, wie wir bereits berichteten, am 21. Dezember 2007 den Stuttgarter Friedenspreis erhalten, “weil er” – schrieb Jürgen Rose vor einer Woche im /Freitag /- “es vorzog, auf sein Gewissen zu hören”. Aguayo verweigerte als Sanitäter im Irak den Dienst mit der Waffe und wurde dafür von der US-Militärjustiz zu einer Haftstrafe verurteilt. Wir dokumentieren in leicht gekürzter Form die Laudatio, die der Friedensaktivist und Journalist Andreas Zumach zur Preisvergabe hielt.” (zum Text der Laudatio . . .)

Andreas Zumach studierte Volkswirtschaft und Journalismus. In den achtziger Jahren war er Sprecher des Koordinierungsausschusses der Friedensbewegung und gehörte der Sicherheitspolitischen Kommission beim SPD-Parteivorstand an. Seit 1987 arbeitet er als Korrespondent am Genfer UN-Sitz.

Rüstungsexporte

2009 – 60 Jahre H&K: Kein Grund zum Feiern!

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