Deutsche Waffenexporte nach Israel
Januar 19, 2009
16.01.2009 /die Tageszeitung
Der unsichtbare Dritte
In israelischen Waffen steckt deutsche Rüstungstechnologie – und sie kommt derzeit im Gazakrieg zum Einsatz. Brisant könnte die deutsche Herkunft der Dolphin-U-Boote sein. VON OTFRIED NASSAUER
BERLIN taz Deutschland hat mit dem Konflikt in Gaza scheinbar wenig zu tun: “Made in Germany” steht auf keiner der Waffen, die derzeit im Gazakrieg zum Einsatz kommen. Die Kampfflugzeuge stammen aus den USA, ebenso die Kampfhubschrauber. Der Merkava-Panzer wird in Israel hergestellt, ebenso die Schützenpanzer. Ein ähnliches Bild ergibt auch der erste Blick in den jüngsten Rüstungsexportbericht der Bundesregierung. Rüstungsexporte nach Israel scheint es kaum zu geben: Ganze 770.000 Euro betrug der Wert der Kriegswaffen, die 2007 nach Israel exportiert wurden. Die Genehmigungen für künftige Exporte lagen mit 188.000 Euro noch niedriger. weiterlesen …
Global Dinner, deutsche Waffen
Januar 19, 2009
Global Dinner. Wenn die „AG Globale Gerechtigkeit“ an der Uni Regensburg dazu einlädt und sich die Besucher per Platzkarten in der FH-Mensa niederlassen, ist dieser Name Programm. Während einige wenige an reich gedeckten Tischen ein erlesenes Menü mit Rotwein speisen dürfen, muss sich die Mehrheit der Besucher – auf dem Boden sitzend – mit Reis und Wasser begnügen, das per Schöpflöffel aus Metallbottichen verteilt wird. So geht’s global eben zu. Doch das „Dinner“ ist nur der Auftakt zu der Veranstaltung am Dienstagabend: Es geht um das Bombengeschäft mit Waffen“. Und Deutschland spielt dabei nach den USA und Russland eine zentrale Rolle. weiterlesen …
Todesstaub – Die Dokumentation eines Kriegsverbrechens
Januar 16, 2009
Friedensforum Freiburg zeigt:
Die Dokumentation eines Kriegsverbrechens – von Grimme-Preisträger Frieder Wagner:
Deadly Dust – Todesstaub
Die NATO und der Einsatz von Uranmunition
Mittwoch, 21. Januar 2009, 19 h
Café Velo, Wentzingerstr. 15 (an der Stadtbahnbrücke)
Freiburg
Eintritt frei
Der 80-jährige deutsche Arzt Siegwart-Horst Günther machte nach dem Golfkrieg 1991 als erster auf die verheerenden Folgen von so genannten Urangeschossen aufmerksam und wurde dafür in Deutschland diskreditiert und verfolgt.
Der Film begleitet Professor Günther noch einmal in den heutigen Irak und das Kosovo und dokumentiert so den gefährlichen und außergewöhnlich mutigen Einsatz des rastlosen Arztes um dieses kaum bekannte Kriegsverbrechen, das die ganze Menschheit bedroht, publik zu machen.
“Die furchtbaren Folgen der Urangeschosse und -bomben sind die wohl unbequemste Wahrheit überhaupt – deshalb wird sie von der Politik und den Medien systematisch verschwiegen.” Frieder Wagner (Autor des Films)
Veranstalter:
Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Ortsgruppe Freiburg, Freiburger Friedensforum, Freiburger Friedenswoche e.V. und das RüstungsInformationsBüro e.V.
Neuer DAKS-Newsletter ist erschienen
Januar 12, 2009
DAKS-Kleinwaffen-Newsletter Januar 2009 (PDF 258 KB)
Im ersten Kleinwaffen-Newsletter des neuen Jahres berichtet Roman Deckert über die im Dezember erschienenen Rüstungsexportberichte von Bundesregierung und GKKE. Er zeigt auf, welche Steigerungsraten (gerade auch bei Kleinwaffen) die Regierung zu verschleiern versucht. In diesem Zusammenhang wollen wir den Organisationen und Einzelpersonen, die unsere rüstungskritische Arbeit unterstützen und den DAKS-Newsletter erst möglich machen, herzlich danken!
Weitere Artikel der neuen Ausgabe befassen sich mit der Forderung des Papstes nach Reduzierung der weltweiten Militärausgaben, der immer noch ungeklärten Herkunft georgischer G36 und den Plänen der Munitionsproduzenten für die Zukunft. Außerdem geht es darum, welche Bedeutung der kürzlich von der EU beschlossene „Gemeinsame Standpunkt“ für den europäischen Waffenexport haben kann bzw. wie sehr innereuropäische Rüstungstransfers durch eine neue Richtlinie erleichtert werden.
Im Interview wird über Hintergründe und Chancen der aktuellen rüstungskritischen Volksinitiativen in der Schweiz diskutiert. (Hierfür unser Dank an Heinrich Frei.) weiterlesen …
Munition und Bomben mit abgereichertem Uran im Gazakrieg
Januar 12, 2009
Wie im Krieg gegen den Libanon im Sommer 2006 setzt die israelische Armee im Krieg im Gazastreifen wieder Uranmunition und Bomben ein. Die unterirdischen Tunnels gegen Ägypten werden unter anderem mit solchen gehärteten Bomben zerstört. Auch wenn der Krieg im Gazastreifen längst zu Ende sein wird, werden Menschen und Tiere unter dieser verschossenen Munition und Bomben zu leiden haben, durch die freigesetzten giftigen Nano Partikel des abgereicherten Urans. Auch israelische Soldaten werden an der toxischen Wirkung des abgereicherten Urans erkranken, wie viele Soldaten, die auf dem Balkan, im Irak, in Afghanistan und im Libanon im Einsatz waren. Die Vergiftung durch abgereichertes Uran wird auch den Bewohnern Ägyptens zu schaffen machen, denn die Gebiete in der die Tunnels von Israel zerstört wurden, bei Rafah und Kerem Shalom, sind auf der ägyptischen Seite auch stark besiendelt. weiterlesen …
Schweizer Volks-Initiativen: Waffe ins Zeughaus, Stopp Kriegsmaterialexporte, Nein zu neuen Kampfjets
Januar 10, 2009
Drei friedenspolitische Volksinitiativen stehen im Moment in der Schweiz zur Debatte, die Volksbegehren „Für den Schutz vor Waffengewalt“, „Für ein Verbot der Kriegsmaterial-Exporte“ und „Gegen neue Kampflugzeuge“. Peter Hug, internationaler Sekretär der SP Schweiz und bei der SP-Fraktion der Bundesversammlung politischer Fachsekretär für Friedens-, Außen- und Sicherheitspolitik, und Patrick Angele, Sekretär der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) und Vorstandsmitglied der GSoA, beantworten Fragen zu diesen Volksbegehren. weiterlesen …

