David gegen Diehl – Der Rüstungsbetrieb will keine Streumunition herstellen

Februar 24, 2009

Originaltext: Handicap International Digitale Pressemappe

München (ots) – Am 2. März findet in München ein ungewöhnlicher Prozess statt: Die bayerische Rüstungsfirma Diehl klagt gegen den Regensburger Journalisten Stefan Aigner. Streitpunkt: Aigner hat in einer Kolumne geschrieben, Diehl produziere Streumunition – eine Anspielung auf die von dem Nürnberger Familienbetrieb produzierte Munition SMArt 155. Die Firma Diehl hält diese Behauptung für unwahr und geschäftsschädigend und setzt den Streitwert der Klage hoch an. Der Journalist fühlt sich in seinem Recht auf freie Meinungsäußerung eingeschränkt und hält stand.

Was vor dem Landgericht München verhandelt wird, ist auch für die zivilgesellschaftliche Kampagne gegen Streumunition von Interesse, in der Handicap International eine der führenden Organisationen ist. Im Dezember 2008 unterzeichneten fast 100 Staaten den Vertrag von Oslo, der aufgrund der fatalen Folgen von Streumunition für die Zivilbevölkerung ein umfassendes Verbot dieser Waffen bedeutet. weiterlesen …

60 Jahre H&K: Gewehre für Nato-Krieger und Diktatoren

Februar 15, 2009

Sonderdruck aus der „Zivilcourage“ 1/09, Februar/März  2009 (PDF, 1 MB):

Waffenschmiede  Heckler  &  Koch feiert  60.  Geburtstag  − unter  Protest  der  Friedensbewegung!

Gewehre für  Nato-Krieger  und  Diktatoren

von Jürgen Grässlin

Im Jahr 2009 „feiert“ nicht nur die Nato ihr 60-jähriges Bestehen, sondern auch einer ihrer wichtigsten Waffenlieferanten: Am 28. Dezember 1949 wurde die Oberndorfer Waffenfirma Heckler & Koch (H&K) gegründet, heute Europas größter Gewehr- und Pistolenhersteller. Dabei ist H&K das deutsche Unternehmen, mit dessen Waffen nach dem Zweiten Weltkrieg die meisten Menschen getötet oder verstümmelt worden sind − bei Kampfeinsätzen der Nato, in Kriegen und in Bürgerkriegen in aller Welt. Möglich wurde dieses Szenario durch 15 Lizenzvergaben für das Schnellfeuergewehr G3 und fast ebenso viele für die Maschinenpistole MP5 und andere H&K-Waffen. Das tödliche G3-Szenario vergangener Jahrzehnte wiederholt sich mit dem neuen, noch treffsicheren G36. Spanien besitzt bereits eine G36-Lizenz zum Nachbau, viele Armeen, Spezialeinheiten und Polizeien setzen G36 bei ihren Kampfeinsätzen ein − z.B. im Irak, in Afghanistan, in Georgien, Nepal, dem Libanon und vielen weiteren Ländern.

60 Jahre Heckler & Koch: Kein Grund zum Feiern! sagt die Friedensbewegung und ruft 2009 zur Teilnahme an den Informationsveranstaltungen und Aktionen gegen die menschenverachtenden H&K-Rüstungsexporte auf. weiterlesen …

60 Jahre Heckler & Koch: Kein Grund zum Feiern!

Februar 10, 2009

Am 28. Dezember 2009  „feiert”  die Firma Heckler & Koch in Oberndorf am Neckar ihr 60-jähriges Bestehen. Doch Deutschlands größter Kleinwaffenproduzent hat keinen Grund zum Feiern, denn H&K ist das deutsche Unternehmens, mit dessen Waffen nach 1945 die meisten Menschen getötet oder verwundet worden sind.

Mit Gewehren werden zwei Drittel aller zumeist zivilen Opfer in Kriegen und Bürgerkriegen erschossen. Heckler & Koch ist deutscher Meister bei Rüstungsexporten und Lizenzvergaben im Gewehrbereich. Oft ist nicht klar zu trennen, wer Jäger und Gejagter, wer Demokrat, Scheindemokrat oder Diktator, wer Terrorist oder NATO-Krieger ist. Eines aber verbindet sie alle: Sie schiessen mit Vorliebe mit Waffen, die bei H&K entwickelt worden sind.

Um unseren Protest gegen die menschenverachtenden Rüstungsexporte von H&K und die grenzenlose Genehmigungspolitik von Waffenlieferungen der Bundesregierung kund zu tun, veranstalten wir 2009 eine umfassende Informations- und Aktionskampagne. Unser Ziel ist die Umstellung auf eine sinnvolle zivile Produktion bei H&K.

Bitte kommen Sie zu den beiden Auftaktveranstaltungen in Rottweil und Oberndorf:

Freitag, den 6. März 2009, 20.00 Uhr
im Adolph-Kolping-Gemeindehaus, Waldtorstr. 8 in Rottweil:
Vortrag mit Diskussion zum Thema „60 Jahre Heckler & Koch: Kein Grund zum Feiern!”
mit Jürgen Grässlin (Buchautor, Sprecher RIB e.V., DFG-VK, DAKS)

Samstag, den 7. März 2009, ab 12.00 Uhr
am Bahnhof Oberndorf:
Demonstration „Maskerade des Todes”, Kundgebung und Kulturprogramm in Oberndorf.
Bitte in schwarzer Kleidung kommen!

Bitte leiten Sie diese Einladung an alle Interessentinnen und Interessenten weiter. Wir freuen uns über Deine/Ihre Teilnahme!

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Neuer DAKS Kleinwaffen-Newsletter ist erschienen

Februar 6, 2009

DAKS-Kleinwaffen-Newsletter Februar 2009 (PDF 255KB)

Der UN-Prozess für einen weltweiten Vertrag über den Handel mit Waffen geht hoffentlich weiter. Wie die weitere Entwicklung aussehen könnte, davon berichtet Robert Lindner in einem Beitrag. Die (deutschen) Waffenexporte in den Nahen Osten und nach Israel werden hoffentlich eingestellt – über deren Umfang informieren ebenfalls zwei Artikel.

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Geheime Deals – Kongo im Visier der Waffenhändler (ZDF-Doku)

Februar 5, 2009

Eine sehr sehenswerte Dokumentation, sie ist bis 12.2. in der ZDF-Mediathek abrufbar.

03.02.2009
http://dokumentation.zdf.de/ZDFde/inhalt/10/0,1872,7512202,00.html

Geheime Deals – Kongo im Visier der Waffenhändler

von Winfried Schnurbus

“Eine Kalaschnikow bekommen Sie im Kongo ohne Probleme für 30 Euro, innerhalb von einer Minute”, sagt Gerd Hankel vom Hamburger Institut für Sozialforschung. Gerd Hankel kennt sich aus in der Region am Kivu-See, wo Tag für Tag tausend Menschen getötet werden. Seit vielen Jahren reist er immer wieder dorthin, wo der wohl grausamste Bürgerkrieg wütet.


Das sinnlose Töten und Ausrotten ganzer Dörfer im Osten des Kongo begann vor 15 Jahren, mit dem Genozid in Ruanda. Seitdem terrorisieren Milizen der Tutsi und Hutu, marodierende Banden und eine Armee, die keiner wirklich kontrolliert, das Land. Tausende notdürftig verscharrte Leichen in Massengräbern, verstümmelte Kinder, die das Lachen verlernt haben, vergewaltigte Frauen mit leerem Blick, zehntausende Menschen, die auf der Flucht mit nichts als ihrem nackten Leben die Straßen entlang hasten, verlassene, ausgebrannte Dörfer und betrunkene, johlende Männer, Jugendliche und Kinder mit Gewehren – das sind die Bilder, die den Ostkongo prägen. weiterlesen …

Rüstungsexporte

2009 – 60 Jahre H&K: Kein Grund zum Feiern!

Projekt Frieden

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