„Waldkircher Erklärung“: Mehr als 14.500 Unterschriften übergeben!

März 29, 2009

Pressemitteilung des Sprecherkreises der „Waldkircher Erklärung“:

Mehr als 14.500 Unterschriften der „Waldkircher Erklärung: Stoppt den Rüstungsexport!“ an Staatsminister Erler übergeben

Massive Kritik am „grenzenlosen Skandal“ deutscher Rüstungsexporte

Erler verspricht „eine Antwort, die nicht abwimmelt, sondern Substanz hat“

Übergabe

Freiburg / Stuttgart / Frankfurt, den 29. März 2009

Die fünf Sprecher der „Waldkircher Erklärung: Stoppt den Rüstungsexport!“ übergaben am Freitagabend in Freiburg die seitens ihrer und weiterer Organisationen gesammelten mehr als 14.500 Unterschriften an Staatsminister Gernot Erler. Darin bezeichnen sie die Rüstungsexportpolitik der Bundesregierung als „Skandal ohne Grenzen“ und fordern: „Waffenlieferungen muss Einhalt geboten werden!“ Die Waldkircher Erklärung wurde vom SPD-Ortsverein Waldkirch und von einer Vielzahl politischer und kirchlicher Friedensorganisationen ins Leben gerufen. weiterlesen …

Übergabe der „Waldkircher Erklärung: Stoppt den Rüstungsexport!“ an Staatsminister Erler am 27.03.2009 in Freiburg

März 26, 2009

Waldkirch / Freiburg / Stuttgart, den 26. März 2009

Betreff: Einladung zur Übergabe der „Waldkircher Erklärung: Stoppt den Rüstungsexport!“ an Staatsminister Erler am 27.03.2009 in Freiburg

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Termin für die Übergabe der 14.462 Unterschriften zur „Waldkircher Erklärung: Stoppt den Rüstungsexport! Skandal ohne Grenzen – den Waffenlieferungen muss Einhalt geboten werden!“ an Gernot Erler, Staatsminister im Auswärtigen Amt, findet wie folgt statt:

Freitag, 27. März 2009, 18 Uhr,

in der Bonhoeffer-Gemeinde, Bugginger Straße 44,

79114 Freiburg-Weingarten.

(Zu erreichen mit der Straßenbahnlinie 3, Haltestelle Bugginger Straße, rein in die Bugginger Straße, dann links ist das Gemeindezentrum.)

Angesichts der Tatsache, dass Deutschland weltweit der drittgrößte Waffenexporteur ist und selbst an menschenrechtsverletzende Staaten Waffen liefert, kommt der Übergabe der Unterschriftenlisten eine immense Bedeutung zu.

Die Sprecher der Waldkircher Erklärung wollen die Übergabe als einen öffentlichen Termin gestalten, zu dem Sie sehr herzlich eingeladen sind. Für Nachfragen und Interviews wir anschließend gerne zur Verfügung.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie den Termin wahrnehmen könnten.

Mit den besten Wünschen weiterlesen …

DAKS-Newsletter März 2009 erschienen!

März 14, 2009

Am 7. und 8. März fanden in Rottweil und Oberndorf die Auftaktveranstaltungen für das Aktionsjahr „60 Jahre Heckler & Koch – Kein Grund zum feiern!“ statt. Der neue Newsletter berichtet über die Demonstration in Oberndorf, dokumentiert den Redebeitrag von Jürgen Grässlin im Rahmen der Abschlusskundgebung und präsentiert ein Interview mit den Aktivisten der Gruppe von „Nottingham against Militarism and Arms Export“ die mit in Oberndorf demonstriert haben. – Am 7. und 8. März, da war die Welt noch in Ordnung.

DAKS-Newsletter März 2009 als PDF (270 KB)

Zum Weiterempfehlen: Wenn Sie den Kleinwaffen-Newsletter abonnieren wollen, senden Sie einfach eine Email mit dem Stichwort “Kleinwaffen-Newsletter” an daks-news@rib-ev.de.

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Presse-Echo zur Demo gegen Heckler und Koch in Oberndorf

März 12, 2009

“Oberndorf – Gegner von Heckler und Koch demonstrieren”

Schwarzwälder Bote


“Der Sensenmann schießt jetzt”

Der Tod gratulierte Heckler & Koch

Sulzer Chronik – Südwestpresse

Artikel als .jpg-Datei (420 KB)Zeitungsseite mit Artikel als PDF (3.2 MB)

Waffen zu Gartenscheren

Friedensorganisationen starten Kampagne gegen Kleinwaffenproduzent Heckler & Koch

Neues DeutschlandArtikel als Scan (.jpg, 330 KB)


SWR 4 Vor-Ort-Reportage als podcast (mp3, 2 MB) vom 7.3.2009 aus Oberndorf


Demo in Oberndorf
Bild: ael/Südwestpresse

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»Maskerade des Todes«

März 10, 2009

Redebeitrag von Jürgen Grässlin (.doc)

anlässlich der Demonstration »Maskerade des Todes« in Oberndorf am 7. März 2009:
Am 28. Dezember 1949 gründeten drei Ingenieure der Oberndorfer Waffenfirma Mauser – Heckler, Koch und Seidel – das neue Unternehmen Heckler & Koch. Bereits im Jahr 1951 erfolgte die Vorführung des ersten Prototyps für das spätere G3-Gewehr vor dem spanischen Diktator Francisco Franco. Im Juli 1955 begann Serienfertigung von 5000 Sturmgewehren für die spanischen Streitkräfte. Angesichts der schrecklichen Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs galt im Nachkriegsdeutschland zu Recht ein Waffenproduktionsverbot. Anfangs entwickelte die Firma Heckler & Koch zivile Produkte – und begann dennoch schnellstmöglich wieder mit der Waffenproduktion.

Die Gründung von H&K im Jahr 1949, die Umstellung von der zivilen auf die militärische Fertigung und die Rüstungszusammenarbeit mit dem diktatorischen Franco-Regime sind kein Grund zum Feiern!

Im Jahr 1952 erfolgte die Verlagerung der Firmenzentrale aus dem engen Neckartal in den oberhalb gelegenen Stadtteil Oberndorf-Lindenhof, die frühere Adolf-Hitler-Siedlung. 1958 erwarb der Bund die G3-Lizenz. In den Folgejahren wurde das Sturmgewehr zur Standardwaffe der Bundeswehr.
In einer CDU/CSU-SPD-FDP-Allparteienkoalition vergaben die Bundesregierungen in den Sechziger und Siebziger Jahren fünfzehn G3-Lizenzen zum Nachbau des Schnellfeuergewehrs an Portugal (1961), Pakistan (1963), Schweden (1964), Norwegen (1967), Iran (1967), Türkei (1967), Saudi-Arabien (1969), Frankreich (1970), Thailand (1971), Brasilien (ca. 1976), Griechenland (1977) und Mexiko (1979). Weitere G3-Lizenzen erhielten Myanmar/Birma, die Philippinen und Malaysia. Kein anderes Gewehr kann derart viele Lizenzvergaben verzeichnen. Damit tragen die Bundesregierungen, gleich welcher parteipolitischen Couleur, massiv Mitschuld an der Globalisierung des Handfeuerwaffenmarktes.

Die Vergabe der G3-Gewehrlizenzen und die damit verbundene unkontrollierte Verbreitung von H&K-Waffen auf den Schlachtfeldern der Welt sind kein Grund zum Feiern!
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60 Jahre H&K: Vortrag in Rottweil – Demo in Oberndorf

März 6, 2009

Paul Russmann zu 60 Jahre Heckler & Koch (Interview mit Radio Dreyeckland)

Seit 60 Jahren exportiert das Rüstungsunternehmen “Heckler und Koch” den Tod in alle Welt – Kein Grund zu feiern meint auch Paul Russmann, Referent für Friedensarbeit bei “Ohne Rüstung Leben” .


Die Organisatoren laden zu den Auftaktveranstaltungen der ganzjährigen Friedenskampagne ein:

Freitag, den 6. März 2009, 20.00 Uhr im Adolph-Kolping-Gemeindehaus, Waldtorstr. 8 in Rottweil: Vortrag „60 Jahre Heckler & Koch: Kein Grund zum Feiern!“ mit Jürgen Grässlin

Samstag, den 7. März 2009, ab 12.00 Uhr am Bahnhof Oberndorf:
Umzug „Maskerade des Todes“, Kundgebung und Kulturprogramm in Oberndorf.

»Alle 14 Minuten stirbt ein Mensch durch H&K-Waffe«

März 6, 2009

Tageszeitung Junge Welt / 06.03.2009 / Inland / Seite 2

»Alle 14 Minuten stirbt ein Mensch durch H&K-Waffe«

Waffenschmiede Heckler & Koch ist das tödlichste deutsche Unternehmen. Demo am Samstag. Ein Gespräch mit Jürgen Grässlin

Frank Brendle

Jürgen Grässlin ist Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaften – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), die zusammen mit anderen Friedensorganisationen am kommenden Wochenende zum Protest gegen den Waffenhersteller Heckler & Koch im schwäbischen Rottweil und Oberndorf aufruft.

Im Vergleich zu Rüstungsgiganten wie EADS oder Rheinmetall erscheint die Gewehrfirma Heckler & Koch (H&K) eher wie ein David unter den Rüstungsschmieden.

H&K ist Europas führender Pistolen- und Gewehrproduzent. Mehr als 1,5 Millionen Menschen sind bis heute mit H&K-Waffen erschossen, weitaus mehr verwundet und verstümmelt worden. Durchschnittlich alle 14 Minuten stirbt ein Mensch durch eine Kugel aus dem Lauf einer H&K-Waffe. In diesem Sinne könnte man vom tödlichsten deutschen Unternehmen sprechen.

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Punktzielmunition? Von wegen!

März 5, 2009

SMArt 155 von Diehl weiter in der Kritik:

Claudia Roth: „Für mich gehört die SMArt 155 verboten!“

Donnerstag, 5. März 2009. Von Redaktion regensburg-digital

Der Rechtsstreit zwischen der Redaktion von regensburg-digital.de und dem Rüstungskonzern Diehl hat für erhebliches Medienecho gesorgt. Nach dem am Montag geschlossenem Vergleich ist das Nürnberger Unternehmen um Schadensbegrenzung bemüht. Heute Vormittag hatte der Rüstungsproduzent bereits zu einem Pressefrühstück nach Berlin geladen. Dort, im Deutschen Bundestag, schwelt die Diskussion um die Ausnahmen im Oslo-Abkommen zum Verbot von Streumunition weiter. Ein Interview mit der Bundesvorsitzenden von Bündnis90/ Grüne, Claudia Roth.

Das Gespräch führte Stefan Aigner. weiterlesen …

Morgen beginnen die Aktionstage gegen Heckler & Koch!

März 5, 2009

Die Organisatoren laden zu den Auftaktveranstaltungen der ganzjährigen Friedenskampagne ein:


Freitag, den 6. März 2009, 20.00 Uhr im Adolph-Kolping-Gemeindehaus, Waldtorstr. 8 in Rottweil: Vortrag „60 Jahre Heckler & Koch: Kein Grund zum Feiern!“ mit Jürgen Grässlin

Samstag, den 7. März 2009, ab 12.00 Uhr am Bahnhof Oberndorf:
Umzug „Maskerade des Todes“, Kundgebung und Kulturprogramm in Oberndorf.

Darfur: Milizen morden mit deutschen Gewehren

März 4, 2009

BICC fordert mehr Transparenz bei der Vergabe von Waffenlizenzen

Geschrieben am Dienstag 3 März 2009

(Bonner Wirtschaftsblog) - Bonn: Am 4. März 2009 wird der Internationale Strafgerichtshof (ICC) über einen Haftbefehl gegen den sudanesischen Staatspräsidenten Omar al-Bashir wegen der Verbrechen in der Krisenprovinz Darfur entscheiden. Experten des BICC (Internationales Konversionszentrum Bonn) weisen darauf hin, dass die Verbrechen in Darfur vielfach von Milizen verübt wurden, die mit dem deutschen Sturmgewehr G-3 ausgerüstet sind.

„Es ist fast schon obszön, dass große Mengen deutscher Waffen illegal in den Sudan gelangt sind. In Darfur werden sie nicht nur gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt, sondern bedrohen auch Entwicklungshelfer und Friedenssoldaten“, klagt der Sudan- und Rüstungsexperte Wolf-Christian Paes, BICC, an.

„Die massive Präsenz deutscher Waffen in Darfur ist ein deutlicher Hinweis auf eklatante Mängel in der Ausfuhrkontrolle und der Lizenzvergabe der Bundesregierung”, ergänzt BICC-Forscher Marc von Boemcken. Direkte Lieferungen von G-3 Gewehren aus Deutschland in den Sudan hat es zwar wahrscheinlich nicht gegeben. Gleichwohl hat die Bundesregierung – als Lizenzinhaber des G-3 – in der Vergangenheit an viele Staaten Herstellungslizenzen vergeben. Hierzu gehören auch Länder mit problematischem Menschenrechtsverständnis wie etwa Saudi-Arabien, Pakistan und Iran. Tatsächlich stammen die G-3 Gewehre im Sudan mit großer Wahrscheinlichkeit aus iranischer Lizenzproduktion. weiterlesen …

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