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Stand: 18.02.2005

Archivrundbrief November 2003

Archiv der Kampagne
gegen Rüstungsexport
bei Ohne Rüstung Leben
und RüstungsInformationsbüro

 

Stuttgart / Freiburg im November 2003

Sehr geehrte Damen und Herren; liebe Freundinnen und Freunde!

"Wie war das damals mit den Rüstungsexporten in den Irak?“
Diese und ähnliche Fragen können wir Ihnen mit den Unterlagen beantworten, die wir in mehr als zwanzig Jahren angesammelt haben. Durch die Fusion der Archive des Rüstungsinformationsbüros Baden-Württemberg und des Kommunikationszentrums ldstein ist das Archiv der Kampagne gegen Rüstungsexport in diesem Bereich das größte Archiv in Deutschland.Viele von Ihnen haben unsere Möglichkeiten bereits intensiv genutzt, Anderen möchten wir uns neu vorstellen.

Die Dringlichkeit das Problems Rüstungsexport betont die Fachgruppe Rüstungsxporte der Gemeinsamen Konferenz Kirche & Entwicklung in ihrem 6. Rüstungsexportbericht:

"Der deutsche Anteil am Geamtvolumen des weltweiten Rüstungstransfers ist im Jahr 2001 zurückgegangen. Während im vorangegangenen Jahrzehnt dessen langjähriges Mittel zwischen fünf und sechs Prozent lag, ist für das Jahr 2001 von einern Anteil zwischen vier und fünf Prozent auszugehen. Dennoch bleibt Deutschland im Kreis der „großen" Rüstungs-exporteure, wenn auch deutlich hinter den USA, Russland, Frankreich und Großbritannien, aber noch vor China, Israel, der Ukraine und anderen europäischen Staaten.“

„Die Fachgruppe geht davon aus, dass auch in dieser Legislaturperiode des Deutschen Bundestages die Brisanz der Rüstungsexportpolitik die politische Agenda mitbestimmen wird. Unter den Vorzeichen des ausgerufenen ‚Kampfs gegen den Terror’ warnt die Fachgruppe davor, bisher anerkannte Grundsätze und Verfahrensweisen beim Transfer von Kriegswaffen und Rüstungsgütern über Bord zu werfen und Rostungstranafers in Empfängerstasten zu erlauben, die sich zwar der neuen Allianz anschließen, aber ansonsten den Kriterien widersprechen, die für die Genehmigung von Rüstungsexporten ausschlaggebend sind.“

Seit einem Jahr ist das Archiv der Kampagne gegen Rüstungsexport in den Räumen des Rüstungsinformationsbüros untergebracht. Mehr als 600 Aktenordner, 4000 Hängeregister, dazu gesammelte Jahrgänge verschiedener Publikationen sowie eine kleine Bibliothek stehen zur Beantwortung von Anfragen oder zur Einsicht (nach Vereinbarung) bereit.

Sie beinhalten Informationen zu
- Rüstungsexporten, gegliedert nach Empfängerländem
- politischen und sozialen Hintergründen von Krisengebieten
- deutschen und einigen ausländischen Rüstungsfirmen
- Waffengattungen, z. B. Landminen und Kleinwaffen
- Einzelthemen wie Konversion, Rüstung und Entwicklung, etc.

Darüber hinaus gibt es eine umfangreiche Sammlung von Stellungnahmen von Bundesregierung, Parteien, Gewerkschaften, Kirchen etc. und ein Personenarchiv. Das Archivverzeichnis können Sie auf der Intemetseite des Rüstungsinformationsbüros Freiburg (www.rib-ev.de) einsehen.

Die Finanzierung des Archivs der Kampagne gegen Rüstungsexport erfolgt durch Mitgliedsbeiträge, Spenden, Zuschüsse (u. a. Evangelischer Entwicklungsdienst, Katholischer Fonds) und die Kostenbeiträge der lnteressentInnen.

Das Archiv konkurriert nicht mit den Suchmaschinen des lnternets oder anderen schnellen Informations- und Recherchediensten. Wir bieten eher eine Bibliothek, eine kontinuierliche Sammlung von Informationen, mit denen sich Hintergründe und Entwicklungen einschätzen lassen. Dies wird von Einzelnen und Institutionen genutzt, die ein langfristiges Interesse haben, z. B. StudentInnen sowie JournalistInnen und AutorInnen auf Hintergrundrecherche.

Wir möchten unser Angebot weiter verbessern: darum bitten wir Sie, uns auf beiliegendem Blatt einige Fragen zu beantworten. Wenn Sie innerhalb Ihrer Arbeit Zugang zu Informationen und Fotos über den Einsatz deutscher Waffen und Rüstungsgüter in Empfangerländern haben, bitten wir Sie, uns diese zukommen zu lassen.

Wir freuen uns auf ihre Antwort bis zum 15.12.2003 und stehen für Rückfragen unter Tel. 0761 767 80 88 oder Fax. 0761 787 80 90 zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ute Schäfer
Archivgruppe der
Kampagne gegen Rüstungsexport

RüstungsInformationsBüro e.V.
Stühlingerstr. 7, Postfach 5261, 79106 Freiburg, rib@rib-ev.de