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Stand: 18.02.2005

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Presseerklärung Deutsches Aktionsnetz Kleinwaffen Stoppen (DAKS)

29. November 2002

DAKS kündigt Widerstand gegen Heckler & Koch an


Medien haben in den vergangenen Tagen über den bevorstehenden Rückkauf von Heckler & Koch (H&K) durch eine deutsche Investorengruppe berichtet. 1991 war H&K von Royal Ordnance, seinerseits ein Tochterunternehmen der Britisch Aerospace Systems (BAe), erworben worden.

„Gemessen an der Zahl der Empfängerländer ist Heckler & Koch deutscher Meister bei Rüstungsexporten. Bei der Vergabe von Lizenzen im Handfeuerwaffenbereich ist H&K sogar weltweit führend“, erklärte DAKS-Sprecher Jürgen Grässlin, der darauf verwies, dass 63 Prozent aller Toten und Verletzen in Kriegen durch Gewehre verursacht würden.

Grässlin verwies darauf, dass das Oberndorfer Unternehmen „in Zukunft noch mehr Profite mit dem Tod von Menschen machen“ werde, wie die aktuellen Verkäufe bei den Waffensystemen HK33 und G36 belegen würden. Da ein US-Konsortium unter Führung der Alliant Techsystems (ATK) mit Beteiligung von H&K die Ausscheidung für die neue Handfeuerwaffe gewonnen habe, stehe den Oberndorfer Waffenproduzenten „ein Großauftrag bisher unerreichten Ausmaßes ins Haus“. Mit der von Heckler & Koch entwickelten „neuen Wunderwaffe“ Objective Individual Combat Weapon (OICW) werde die US-Army weltweit intervenieren. Laut Grässlin sei es „eine Frage der Zeit, bis wann OICW-Gewehrexporte in Kriegsgebiete folgen“ würden.

Den Verkaufserfolgen stehe „eine grausame Schreckensbilanz gegenüber“, wirft Grässlin H&K vor. Durch seine waffentechnischen Entwicklungen, Rüstungsexporte und Lizenzvergaben habe Heckler & Koch „unzählige Tote und Verstümmelte zu verantworten“. Mit dem Rückkauf sei die Zeit vorbei, „in der die H&K-Geschäftsführung die Verantwortung für die Beihilfe zum Massenmord nach Großbritannien abschieben“ könne, meint Grässlin. DAKS kündigte Aktionen in der Waffenstadt Oberndorf an.

gez. André Maertens, DAKS-Koordinator

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