RüstungsInformationsBüro

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Kategorie: Friedensforum

alles zum Freiburger Friedensforum

2 Reden beim Friedensweg Bodensee 2012

Jürgen Grässlin hat sich beim Friedensweg Bodensee beteiligt und die folgenden beiden Reden gehalten:

1. „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel von Tognum / MTU. MTU – der unterschätzte Rüstungsriese“
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die Rede als .doc-Datei (56 KB)

2. „Der Tod ist ein Meister vom Bodensee. Aufschrei für eine rüstungsfreie Zone Bodensee“ 
·  die Rede als .doc-Datei (56 KB)


Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel von MTU/Tognum!

MTU – der unterschätzte Rüstungsriese

Rede von Jürgen Grässlin anlässlich des Friedenswegs 2012 am Bodensee

9. April 2012 vor MTU in Friedrichhafen

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

wir haben uns heute vor der Motoren- und Turbinen-Union in Friedrichshafen versammelt. Die MTU blickt auf eine bewegte und äußerst aussagekräftige Firmengeschichte zurück:

Von der Unternehmensgründung 1909 in Bissingen/Enz, den Umzug 1911/12 nach Friedrichshafen bis hin zur Umstellung der Produktion auf Militärfahrzeuge 1933. Bis 1945 lieferte man rund 140.000 Motoren für den Vernichtungskrieg der Nationalsozialisten aus. 1969 wurde die MTU Friedrichshafen GmbH gegründet, 2006 wurde die Tognum Unternehmensgruppe mit MTU als Kernmarke. Im Jahr darauf folgte der Börsengang als Aktiengesellschaft. (mehr …)

Der Tod darf nicht länger ein Meister aus Südbaden bleiben!

Warum sich der DGB aktiv gegen Rüstungsexporte einsetzen und „Runde Tische zur Rüstungskonversion“ einberufen muss

Rede von Jürgen Grässlin
anlässlich der Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes
zum 1. Mai 2010 in Freiburg

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

zu allererst möchte ich mich beim DGB Südbaden für die Einladung bedanken, im Namen des Freiburger Friedensforums und des RüstungsInformationsBüros bei der heutigen Kundgebung zum 1. Mai einige Worte an euch richten zu dürfen. Ich selbst bin Mitglied des Schriftstellerverbandes von ver.di und Mitglied der GEW, Mitbegründer des Freiburger Friedensforums und Vorsitzender des RIB e.V., zudem Bundessprecher der größten deutschen Friedensorganisation, der Deutschen Friedensgesellschaft Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK).

Zurzeit leben wir wirtschafts- wie finanzpolitisch in einer bedrohlichen Zeit. Deutschland, selbst hoch verschuldet, stemmt sich gemeinsam mit anderen EU-Staaten gegen den Kollaps Griechenlands. Was jedoch kein Regierungspolitiker anspricht: Das monetäre Sponsoring mit deutschen Steuergeldern dient zu einem erheblichen Teil auch der Absicherung milliardenschwerer Waffengeschäfte. (mehr …)

Solidarität mit den Heckler&Koch-Besetzern in Nottingham!

Shut Down H&K! Heckler & Koch muss geschlossen werden!

Aufruf als PDF · · ·  Unterschriftenliste als PDF

Helft den FriedensfreundInnen aus Nottingham bei ihrem Einsatz gegen H&K- Waffenexporte in Kriege und Bürgerkriege!

Die deutsche Firma Heckler & Koch, Europas führender Hersteller von Gewehren und Pistolen, exportiert seit Jahrzehnten Waffen, die weltweit in Kriegen und Bürgerkriegen eingesetzt werden. Allein für das Schnellfeuergewehr G3 wurden mit Unterstützung von Bundesregierungen fünfzehn Lizenzen vergeben. Kein anderes deutsches Unternehmen hat so viele Tote zu verantworten: Bis zum heutigen Tag sind mehr als 1.500.000 Menschen durch Kugeln aus dem Lauf von H&K-Waffen getötet, weitaus mehr verstümmelt worden. Durchschnittlich alle 14 Minuten stirbt ein weiterer Mensch. Damit ist Heckler & Koch Deutschlands tödlichstes Unternehmen! (mehr …)

„Gewehre im Visier“

unter diesem Titel schreibt die Stuttgarter Zeitung:

Michael Ohnewald, veröffentlicht am 27.11.2009

Freiburg – Es ist wieder einer dieser Tage, an denen Jürgen Grässlin auszieht, die Erde zu entwaffnen. Am Morgen hat er in der Lessingrealschule Deutsch und Erdkunde gelehrt, am Nachmittag lehrt er die deutsche Rüstungsindustrie das Fürchten. Dazwischen hastet er durch sein Freiburger Eigenheim an großformatigen Acrylbildern vorbei. Der Hausherr hat sie selbst gemalt. Früher hing Jürgen Schrempp an der Treppe. „Den konnte ich irgendwann nicht mehr sehen“, sagt Grässlin. Jetzt hängt dort Mahatma Gandhi. Jürgen Grässlin, 52, hat viele Beinamen. Utopist, Humanist, Menschenrechtler, Rebell, Bestsellerautor, Friedenskämpfer, Daimler-Kritiker. Als Störenfried ist er eine Marke. Die evangelische Stadtakademie in Augsburg hat ihn gerade für einen Abendvortrag gebucht. Es geht um Kriegsgewinnler, um Rüstungsgeschäfte, um die Waffenfabrik Heckler&Koch. „Das ist die tödlichste Firma Deutschlands“, sagt der Redner und ballert los mit seinen Fakten. „Durchschnittlich alle 14 Minuten stirbt auf dieser Welt ein Mensch durch eine Kugel einer H-&-K-Waffe. Mehr als anderthalb Millionen sind es bisher – alles eine Folge der Direktexporte und Lizenzvergaben.“

Eigentlich ist er ganz nett, dieser Grässlin. Eine Frohnatur, ein Harmoniemensch. Wehe, wenn in Freiburg der Haussegen schief hängt und er Zoff mit seiner Eva hat. Das geht ihm „furchtbar nahe“ und kommt zum Glück selten vor. „Meine Frau ist zugleich mein bester Freund“, sagt er. Mit seinem besten Freund hat er zwei Kinder, beide erwachsen. Dann gibt es noch die christlich orientierten Eltern, den Bruder, der Elektromeister ist, und den friedenspolitischen Freundeskreis. Sie alle seien ihm ganz wichtig, sagt Grässlin. Man möchte ihn dabei fast knuddeln wie einen Teddybär. (mehr …)

Pressemitteilung: Einladung zur Verleihung des »Preises für Zivilcourage 2009« an Jürgen Grässlin

Im Anschluss an die Presseerklärung zitieren wir ein Interview der Tageszeitung taz mit Jürgen Grässlin zur Preisverleihung.

Pressemitteilung

  • Deutsche Friedensgesellschaft — Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK),
  • Kritische AktionärInnen Daimler (KAD),
  • RüstungsInformationsBüro (RIB e.V.),
  • Deutsches Aktionsnetz Kleinwaffen Stoppen (DAKS)

Frankfurt/Stuttgart/Freiburg, den 11. November 2009

Einladung zur Verleihung des »Preises für Zivilcourage 2009« an Jürgen Grässlin

Am Samstag, den 14. November 2009, erhält Jürgen Grässlin um 14.30 Uhr in der KULTURMÜHLE BUCHHAGEN bei Bodenwerder den »Preis für Zivilcourage 2009« der Solbach-Freise-Stiftung. Die Jury begründet ihre Entscheidung mit Grässlins »konsequentem Widerstand gegen die Rüstungslobby«. Mit ihrem Preis möchte die Stifterin Anne Solbach-Freise darauf hinweisen, »dass Zivilcourage in unserem Lande immer seltener wird – dass aber gerade diese Bürgertugend den Boden bildet für ein Umdenken im Einsatz für mehr Gerechtigkeit.« Der Preis ist mit 5000,- Euro dotiert.

Laut DIE ZEIT ist Jürgen Grässlin »Deutschlands bekanntester Rüstungsgegner«. Der Spiegel nennt ihn »Deutschlands prominentester Rüstungsgegner« und »Daimlers schärfster Widergänger«. Als Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Sprecher der Kritischen AktionärInnen Daimler (KAD), Sprecher des Deutschen Aktionsnetzes Kleinwaffen Stoppen (DAKS) und als Vorsitzender des RüstungsInformationsBüros (RIB e.V.) setzt er sich aktiv für konkrete Schritte zur Abrüstung ein.

Grässlin ist Autor einer Vielzahl kritischer Sachbücher über Rüstungs-, Militär- und Wirtschaftspolitik. Sein Werk »Das Daimler-Desaster« erreichte Platz 1 aller vier bundesdeutschen Wirtschaftsbestsellerlisten. In seinem Buch »Abgewirtschaftet?! Das Daimler-Desaster geht weiter« veröffentlichte Grässlin vertrauliche Daimler-Dokumente zu Graumarktgeschäften und zum »Rüstungs-Desaster« von Daimler/EADS. Für sein Buchprojekt »Versteck dich, wenn sie schießen« führte er Interviews mit 220 Opfern deutscher Gewehrexporte in Somalia und Türkisch-Kurdistan. (mehr …)

Karlsruhe: Daimler-Kritiker Grässlin siegt vor BGH

Der SWR berichtete:

Der Konzernkritiker Jürgen Grässlin hat sich im Prozess um kritische Äußerungen über den einstigen Daimler-Chef Jürgen Schrempp durchgesetzt. Laut Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) sind Grässlins Vermutungen über den Schrempp-Rücktritt von der Meinungsfreiheit gedeckt.

Unmittelbar nach Schrempps Rücktritt hatte Grässlin, Sprecher eines Aktionärsverbandes, in einem Interview mit dem SWR im Juli 2005 gesagt, Schrempp sei zum Rücktritt gedrängt worden, „und das muss damit zusammenhängen, dass die Geschäfte nicht immer so sauber waren, die Herr Schrempp geregelt hat.“

Thema von öffentlichem Interesse

Das Gericht argumentierte, dass die Äußerungen des Beklagten nicht isoliert gesehen werden dürften, sondern im Gesamtzusammenhang des Interviews bewertet werden müssen. Nach Auffassung des Berufungsgerichts seien die Äußerungen Grässlins nicht als Tatsachenbehauptung, sondern als Werturteil einzustufen. (mehr …)

Wahlprüfsteine der Friedensbewegung …

… zur Bundestagswahl am 27.09.2009

Rede von Jürgen Grässlin am Antikriegstag 2009 (1. September 2009) auf dem Rathausplatz Freiburg anlässlich des Wahlkampfauftritts des Parteivorsitzenden Oskar Lafontaine (DIE LINKE)

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

heute spreche ich zu Ihnen als eine Stimme aus der Friedensbewegung. Ich bin kein Mitglied einer politischen Partei, jedoch politisch aktiv als Bundessprecher- bzw. Vorsitzender mehrerer Friedensorganisationen, darunter die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) – der größte pazifistische Friedensverband in Deutschland – und das RüstungsInformationsBüro hier in Freiburg. Das RIB e.V. verfügt über das größte Archiv der Friedensbewegung zu Waffenexporten und organisiert Kampagnen gegen Rüstungskonzerne.

In der Präambel unserer Verfassung heißt es: Deutschland sollte „dem Frieden in der Welt dienen“. Die Bundesregierung stellt sich gerne in diesem Licht dar, die Realität aber sieht anders aus: In Deutschland sind noch immer Atomwaffen stationiert, Deutschland führt Krieg in Afghanistan, Deutschland ist Europameister bei Waffenexporten.

Vier Wochen vor der Bundestagswahl will ich deshalb drei zentrale friedenspolitische Wahlprüfsteine aus der Friedensbewegung mit konkreten Forderungen verbinden: (mehr …)

Oslo-Vertrag gegen Streubomben muss jetzt den Betroffenen dienen

Deutschland bekräftigt Streubombenverbot

Jetzt muss der Vertrag den Betroffenen dienen

Konferenz und Aktionen zum Streubombenverbot in Berlin

Handicap International – Presseerklärung vom 24.06.2009:

Mit einer Aktion auf den Stufen des Bundestags hat Staatsminister Gernot Erler heute öffentlich bekräftigt, dass die deutsche Regierung den Oslo-Vertrag, der Produktion und Einsatz von Streubomben verbietet, in den nächsten Tagen oder Wochen ratifizieren wird. Mit diesem offiziellen Akt bekennt sich Deutschland klar zu einem Verbot dieser Waffen, die in vielen Ländern der Welt besonders die Zivilbevölkerung bedrohen. Bei der symbolischen Aktion vor dem Parlament dabei waren Prominente wie Ulrike Folkerts und Sebastian Krumbiegel sowie Vertreterinnen und Vertreter der deutschen und der internationalen Kampagne gegen Streubomben. Darunter waren die „Ban Advocates“, eine Gruppe von Menschen, die einen Unfall mit Streubomben überlebt haben und die Kampagne durch ihr persönliches Engagement besonders eindrucksvoll unterstützt haben. Ihnen übergab der stellvertretende Bundestagspräsident Thierse symbolisch das deutsche Gesetz über ein Verbot von Streubomben.

Als der Sprecher für die Zivilgesellschaft betonte François De Keersmaeker, Geschäftsführer von Handicap International:  „Wie der Vertrag zum Verbot von Anti-Personen-Minen von 1997 ist das Verbot von Streumunition nicht zuletzt auf die beharrliche Überzeugungsarbeit der Zivilgesellschaft – in Deutschland und weltweit – zurückzuführen. Besonders durch die Hilfsorganisationen, die früh beweisen konnten, dass die überwiegende Mehrheit der Opfer Zivilisten sind und über das Leiden dieser Unschuldigen berichtet haben, kam ein starkes Abkommen so schnell zustande.“ (mehr …)

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