
Der Fonds des Deutschen Aktionsnetz Kleinwaffen Stoppen (DAKS)Inhalt dieser Seite:
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![]() Abdirahman Dahir Mohamed aus Somaliland verlor sein rechtes Bein durch einen Schuss mit einem G3-Gewehr. Foto: Jürgen Grässlin |
Zu den so genannten „Kleinwaffen” zählen Pistolen, Maschinenpistolen, Gewehre, Maschinengewehre, tragbare Raketenwerfer oder Mörser bis zu einem Kaliber von 100 Millimetern. Sie können von ein oder zwei Personen getragen werden.
Ihr Name wirkt verharmlosend, denn entgegen der allgemeinen Annahme sind „Kleinwaffen” Massenvernichtungswaffen. Von zehn Opfern auf den Schlachtfeldern in aller Welt kommen allein sechs durch Gewehrschüsse ums Leben.
In der Verbreitung von Gewehren steht Deutschland weltweit auf dem dritten Platz.
| Von 100 Kriegsopfern sterben | Waffentypen |
|---|---|
| 63 durch | Gewehre |
| 10 | Faustfeuerwaffen (Pistolen, Revolver) |
| 10 | Artillerie, Mörser |
| 10 | Landminen |
| 5 | Großwaffensysteme (Panzer, Flugzeuge etc.) |
| 2 | Handgranaten |
Nach Schätzungen des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes starben in den 49 Kriegen vor dem Irak-Krieg (2003) 95 Prozent aller Opfer durch „Kleinwaffen”.
In Zusammenarbeit mit den Bundesregierungen der letzten Jahrzehnte stieg die deutsche Firma Heckler & Koch zum Weltmeister bei Lizenzvergaben (Vergabe von Nachbaurechten) für das G3-Gewehr auf.
Das Ergebnis dieser Politik ist fatal: Rund 10 Millionen G3 befinden sich derzeit im Einsatz in Kriegen und Bürgerkriegen. Dabei sind vielzählige Opfer zu beklagen. Vier Jahrzehnte nach Einführung des G3 bei der Bundeswehr droht mit neuerlichen Direktexporten und Lizenzvergaben eine Wiederholung dieser schrecklichen „Erfolgsgeschichte”.
Gegenwärtig entwickelt und produziert Heckler & Koch eine völlig neue wesentlich treffgenauere Generation von Hand- und Faustfeuerwaffen. Die Bundeswehr und die spanischen Streitkräfte haben das G36-Gewehr, das Nachfolgemodell des G3, bereits eingeführt.
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| Einsatz der mexikanischen Armee mit G3 gegen
Menschen in Chiapas. Foto: Gregory Bull |
Die US-Army soll mit der neuen H&K-Maschinenpistole XM8 und dem H&K-Gewehr XM29 (OICW) ausgerüstet werden, das die Gewehrtechnik perfektionieren und die Fähigkeit zur Kriegsführung „revolutionieren” wird. Derzeit errichtet H&K eine neue Waffenfabrik in den USA und wird damit zum weltweit führenden Hersteller von Handfeuerwaffen aufsteigen. Werden auch für das G36 erneut eine Vielzahl von Lizenzen vergeben, dann besteht die Gefahr, dass die Kriegsschauplätze in den nächsten Jahren mit H&K-Waffen der neuesten Generation beliefert werden.
In Deutschland sind u.a. folgende Firmen an der Entwicklung oder Fertigung von Kleinwaffen bzw. deren Zubehör oder Munition beteiligt. BGT (Überlingen), Comet (Bremerhaven), Dynamit Nobel (Troisdorf), EADS-TDW (Schrobenhausen), Heckler & Koch (Oberndorf), Junghans (Schramberg), Mauser (Oberndorf), Rheinmetall (Düsseldorf), UMAREX (Ansberg) und Zeiss (Oberkochen).
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| Haus der Familie des kurdischen Lehrers Hayrettin
Altun in seinem Heimatdorf Tiyaks, das mit Heckler & Koch-Granatwerfern zerstört wurde. Foto: privat |
Das Deutsche Aktionsnetz Kleinwaffen Stoppen (DAKS) ist ein Zusammenschluss
von Organisationen und Gruppen der Friedens-, Flüchtlings-,
Dritte-Welt- und Menschenrechtsbewegung, globalisierungskritischer
Organisationen und Kirchen.
Das DAKS will mit seinen Aktivitäten einen Beitrag zur Verhinderung
von Gewalt und zur Deeskalation von Konflikten leisten, weitere
Exporte und Lizenzvergaben von Kleinwaffen und Munition verhindern.
Die Mitgliedsorganisationen des DAKS finden Sie hier
Auch ihre Organisation kann Mitglied im DAKS werden!
Bis heute sind mehr als 1,5 Millionen Menschen durch den Einsatz von Heckler & Koch-Waffen erschossen worden. Hunderttausende körperlich verstümmelter und psychisch traumatisierter Menschen, die den Beschuss mit G3-Schnellfeuergewehren oder MP5-Maschinenpistolen überlebt haben, führen ein menschenunwürdiges Leben.
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| Kindersoldat mit G3. Die meist verbreitete
Waffe von Kin- dersoldaten ist die Kalaschnikow (AK47). Kindersoldaten töten aber auch mit Heckler & Koch-Gewehren. Foto: unbekannt |
Die Opfer „unserer” Rüstungsexporte leben meist
in fernen Ländern. Wollen wir Rüstungsexporte
an menschenrechtsverletzende Regime stoppen, so müssen wir
den Opfern Stimme und Gesicht geben. Damit möglichst viele
Menschen bei uns nachvollziehen können, welches Leid mit in
Deutschland entwickelten Waffen weltweit angerichtet wird, wollen
wir ...
Werden Sie aktiv für Gerechtigkeit für Kleinwaffenopfer!
Bestellen Sie diesen Flyer für den DAKS-Fonds (gegen Portoerstattung) beim RüstungsInformationsBüro (RIB e.V.)
Postfach 5261, 79019 Freiburg, Tel. 0761-7678088.
Informationen zum Deutschen Aktionsnetz Kleinwaffen Stoppen (DAKS)
erhalten Sie beim
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Postfach 5261, 79019 Freiburg
Tel. 0761-76 78-088, Fax -090
e-mail: rib@rib-ev.de
Dieser Flyer wurde mitfinanziert von der Bertha-von-Suttner-Stiftung.
Verlagsbeilagen in den Zeitschriften „FriedensForum”, „zivilcourage”, „Forum Pazifismus” und „Pulsschlag”.
Text: J. Grässlin;
Gestaltung und Satz: U. Bause