RüstungsInformationsBüro

Informationen zu Waffenproduktion und Rüstungsexporten

NS-Skandal bei Heckler & Koch – Kritische Aktionär*innen H&K fordern völlige Neuorientierung beim führenden deutschen Kleinwaffenhersteller

++ KA H&K fordern unabhängigen Historikerbericht zur Firmengeschichte bei H&K ++
++ KA H&K erweitern Forderung nach einem Fonds für die Opfer der H&K-Rüstungsexporte auch für die Zwangsarbeiter*innen in der NS-Zeit ++
++ KA H&K fordern neue Namensgebung für die Heckler&Koch-Gruppe und die Heckler & Koch-Straße: „Ein führender NS-Scherge darf in einer humanistisch geprägten Gesellschaft nicht Namenspatron sein!“ ++

Sehr geehrte Damen und Herren!

Ein Dreiviertel-Jahrhundert nach Ende des Zweiten Weltkriegs kommt die tiefbraune Vergangenheit des Firmengründers der Heckler & Koch GmbH, Edmund Heckler, ans Licht der Öffentlichkeit. Damit ist das vom Waffenproduzenten Heckler & Koch über mehr 70 Jahre lang schöngefärbte Bild des Firmengründers von 1949 nicht länger haltbar: Edmund Heckler war zuvor verantwortlicher Betriebsführer eines „NS-Musterbetriebs“, in dem sich bestialische Geschehnisse zutrugen.

Nach Recherchen der „Bild am Sonntag“ vom 6. September 2020 avancierte Oberingenieur Edmund Heckler in den Dreißigerjahren des letzten Jahrhunderts zum Werksleiter der „Hugo Schneider AG“ (HASAG) in Taucha in Sachsen. Unter dem Werksleiter Edmund Heckler mussten bei der HASAG mehr als eintausend KZ-Insassen – unter ihnen Juden, Sinti und Roma – Panzerfäuste herstellen. Die Zwangsarbeiter stammten aus den Konzentrationslagern Auschwitz, Buchenwald und Ravensbrück. Bei der HASAG wurden unter Edmund Hecklers Führung laut Aussagen von Zwangsarbeiter*innen „immer wieder Häftlinge erschlagen und erschossen“ (siehe FOCUS.DE vom 07.09.2020). Andere wurden gehängt oder zu Tode getreten.

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Pressemitteilung der Kritischen Aktionär*innen Heckler & Koch (KA H&K) anlässlich der Pressekonferenz der H&K AG am 28. August 2020

Menschenrechte bei Waffenlieferungen noch immer zweitrangig

  • Auch Staaten mit erheblichen Defiziten bei der Achtung von Menschenrechten fallen aus den selbstgewählten Exportbeschränkungen von Heckler & Koch, darunter Oman, Malaysia, Indonesien und Singapur
  • Waffenhersteller scheint mit doppeltem Maß zu messen: Exportstopp für Brasilien wird mit u.a. mit „harten Polizeieinsatz gegen die Bevölkerung“ begründet, während selbst von der UN verurteilte Polizeigewalt in Chile keine Konsequenzen hat
  • Schritt in die richtige Richtung: Vorstand und Aufsichtsrat sprechen über KA-Forderung nach einem Opferfonds
  • Blockadehaltung bei dringend gebotener Rüstungskonversion

Freiburg/Stuttgart/Köln, 28. August 2020. Das Bündnis der Kritischen Aktionär*innen Heckler & Koch (KA H&K) kritisiert die sogenannte „Grüne-Länder-Strategie“ der Heckler & Koch AG (H&K) als weiterhin unzureichend. Die Antworten auf die von den Kritischen Aktionär*innen eingereichten 123 Fragen auf der gestrigen Hauptversammlung des Kleinwaffenproduzenten untermauerten die Tatsache, dass die Strategie an zu vielen Ausnahmen und intransparenten Kriterien leidet und sich weiterhin nicht eindeutig an der Achtung von Menschenrechten orientiert.

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September is Africa Amnesty Month!

This initiative of the African Union allows people to voluntarily surrender their illicit guns without fear of punishment. Help spread the word in your community!  #silencetheguns #africaamnestymonth #IANSA

Taking a closer look at gender and armed violence in Africa

According to the UN Development Programme, in Africa, as in other parts of the world, the majority of firearm homicide victims are men (80 – 87%). And in Africa, as elsewhere,  young men may use guns as a part of a rite of passage from boyhood to manhood because of the association of guns with masculinity. This linkage of masculinity with guns is one that should and can be broken to save lives and reduce violence. IANSA has created an image that can be used in social media posts to bring attention to this harmful correlation, found HERE.

According to a study by the UNODC, Africa had the highest rate in the world of females killed by intimate partners (such as husbands or boyfriends) in 2017. Globally, women are far more likely than men to be killed by someone they know, and guns are commonly used in these killings. Moreover, although guns are frequently used to intimidate and coerce women, such cases are severely under-reported.

In Africa, women are subject to sexual violence at the hands of state security forces, armed rebel groups, armed criminal gangs, immediate family members, and intimate partners.  Much of this sexual violence is perpetrated through firearms. Moreover, studies in Africa indicate that domestic abuse against women and girls can increase during and after conflict.

Women, men, girls, and boys all deserve to live in safe, non-violent homes and communities.  Helping to remove illicit guns from circulation, working to break the association of masculinity with guns, and working to achieve equal participation of women in arms control efforts are important ways to achieve this.

It’s also important to recognize that women play a significant role as agents of peace and drivers of prosperity in their communities in Africa and worldwide. As peace agents, women can alert to the dangers posed by firearms and encourage everyone in their households and communities to surrender the guns.

Die 123 Fragen der Kritischen Aktionär*innen Heckler & Koch zur Hauptversammlung am 27.08.2020

Waffenlieferungen und Jahresumsatz

Kleinwaffenlieferungen und Lizenzvergaben

  1. Welche Staaten der Europäischen Union erhielten nach Kenntnis der H&K-Führung (= immer als Vorstand und Aufsichtsrat definiert) in den Geschäftsjahren 2018, 2019 und 2020 welche Waffen oder deren Bestandteile in welcher Anzahl von Heckler & Koch: Einzelauflistung nach EU-Staat, Waffentyp- und Bestandteillieferung, Stückzahl und Jahr der Lieferung?
  2. Welche Staaten der Europäischen Union erhielten in den Geschäftsjahren 2018, 2019 und 2020 welche Lizenzen zum Nachbau von Heckler & Koch-Waffen: Einzelauflistung nach EU-Staat, Lizenz für welchen Waffentyp und Jahr der Lizenzvergabe?
  3. Welche Nato-Staaten erhielten in den Geschäftsjahren 2018, 2019 und 2020 welche Waffen oder deren Bestandteile in welcher Anzahl von Heckler & Koch: Einzelauflistung nach NATO-Staat, Waffentyp- und Bestandteillieferung, Stückzahl und Jahr der Lieferung? (mehr …)

Folgenschwere Pro-Rüstungsexportpolitik: „Der Export von deutschen Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern im ersten Halbjahr 2020“

Auch 2020 setzt die Bundesregierungen ihre folgenschwere Pro-Rüstungsexportpolitik hemmungslos fort. Mit Kriegswaffen und Rüstungsgütern dürfen u.a. auch weiterhin Staaten beliefert werden, die in der Allianz mit Saudi-Arabien Krieg im Jemen führen, wie Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate. Auch für Indonesien wurden in immensem Umfang Ausfuhrgenehmigungen erteilt (siehe S. 6).

Siehe hierzu die „Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Sevim Dağdelen, Heike Hänsel, Andrej Hunko, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. – Drucksache 19/21011 – Der Export von deutschen Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern im ersten Halbjahr 2020“

Antwort der Bundesregierung

U.S. Launches Minuteman III Missile Test Less Than 48 Hours Before 75th Anniversary of Hiroshima Atomic Bombing

Santa Barbara, CA – The U.S. Air Force launched an unarmed Minuteman III intercontinental ballistic missile Tuesday morning, August 4, at 12:21 a.m. PDT from Vandenberg Air Force Base. The missile traveled over 4,200 miles to the Kwajalein Atoll in the Marshall Islands.

While Air Force Global Strike Command asserts that missile tests are scheduled years in advance, it is difficult to ignore the timing of this test – less than 48 hours before the 75th anniversary of the U.S. atomic bombing of Hiroshima.

Rick Wayman, CEO of the Nuclear Age Peace Foundation, a non-profit based in Santa Barbara committed to solving the most dangerous technological, social, and psychological issues of our time, including the abolition of nuclear weapons, commented on the missile test. He said, “This week, the majority of the world is solemnly remembering the 75th anniversaries of the U.S. atomic bombings of Hiroshima and Nagasaki, and vowing that such a thing will never happen again. Hundreds of thousands of our fellow human beings were indiscriminately slaughtered by two primitive U.S. atomic bombs in August 1945. The weapon that was tested this morning is designed for far greater damage.”

Wayman went on to say that “The unnecessarily provocative test by the U.S. today is an important reminder that the nuclear threat remains very real, and that there are people in this country – along with a few other countries – who are willing to sacrifice us all in a battle that can never be won and must never be fought.”

COSMO-Interview mit dem RIB-Vorsitzenden Jürgen Grässlin und dem Heckler&Koch Pressesprecher Marco Selinger

Liebe Friedensfreund*innen,

am Sonntag, den 5. Juli 2020, sendete Radio „Cosmo“, die Gemeinschaftswelle von WDR, Radio Bremen und RBB, im Livestream Interviews mit Marco Seliger, Pressesprecher von Heckler & Koch, und Jürgen Grässlin, Kritische Aktionär*innen H&K und Vorsitzender des RüstungsInformationsBüros (RIB e.V.). Themenschwerpunkte waren Rüstungsexporte und Lizenzvergaben von Heckler & Koch in der Vergangenheit und Gegenwart, deren Opfer, die Sinnhaftigkeit und Schwächen der „Grüne-Länder-Strategie“, die Frage womöglich ethisch verantwortbarer Rüstungsexporte und die Verweigerung von Rüstungskonversion durch die H&K-Geschäftsführung.

Zum Anhören: Mitschnitt beider Radio-Interviews

(ohne die zwischengestreuten Musikstücke). Der Gesamtlänge der Interviews beträgt 15:47 Minuten.

++ „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ stellt erneut Strafanzeige gegen SIG Sauer wegen illegaler Waffenexporte – nach Mexiko, Kolumbien und Nicaragua ++ Die Staatsanwaltschaft Kiel ermittelt ++

Die Kampagne „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ hat am 30. April 2020 über ihren Tübinger Rechtsanwalt Holger Rothbauer erneut Strafanzeige gegen das Rüstungsunternehmen SIG Sauer gestellt – dieses Mal wegen illegaler Waffenlieferungen nach Mexiko und Nicaragua und sowie erneut nach Kolumbien. Es besteht der Verdacht des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz sowie des wiederholten gewerbs- und bandenmäßigen Verstoßes gegen das Außenwirtschaftsgesetz.Bereits 2014 hatte „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ – ein Bündnis von weit über hundert Organisationen – Anzeige gegen Verantwortliche von SIG Sauer wegen illegaler Exporte von 38.000 Pistolen nach Kolumbien erstattet. Die darauffolgenden Ermittlungen führten 2019 zur Verurteilung von drei hochrangigen Managern des Unternehmens durch das Landgericht Kiel zu Bewährungs- und Geldstrafen. Darüber hinaus sollen von SIG Sauer die gesamten aus den illegalen Geschäften resultierenden Einnahmen von rund 11 Millionen Euro eingezogen werden, wogegen das Unternehmen Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt hat.

Die nun zweite umfassende Strafanzeige richtet sich gegen die bereits verurteilten Mitarbeiter sowie gegen weitere Verantwortliche bei SIG Sauer in Deutschland und in den USA. Sie beruht in wesentlichen Teil auf Recherchen des Regisseurs Daniel Harrich sowie der SWR-Journalisten Thomas Reutter und Manfred Hattendorf (ARD-Doku „Tödliche Exporte 2“). Der Weg der Pistolen im Wert von mehreren Millionen Euro erfolgte über den Umweg der SIG Sauer Inc. in den USA nach Mexiko, Kolumbien und Nicaragua, ein beträchtlicher Anteil davon mit den Aufdrucken „Made in Germany“ oder „Beschussamt Kiel“.

Holger Rothbauer, Rechtsanwalt der Kampagne „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“, erklärt dazu: „Sollte sich der Verdacht bestätigen, dass noch während des am Landgericht Kiel laufenden ersten Strafverfahrens die gleichen Straftaten mit neuen Verstößen gegen das Außenwirtschaftsgesetz durch tausendfachen Export von Pistolen in Bürgerkriegsländer – wohlgemerkt von bereits wegen der gleichen Delikte verurteilten Geschäftsführern und Verantwortlichen bei SIG Sauer – begangen wurden, dann wäre dies der juristische Mount Everest von kriminellem Verhalten. Dann dürfte es für diese Abscheulichkeit sicherlich keine Bewährung mehr im nächsten Strafurteil geben. Die Staatsanwaltschaft Kiel bestätigt den Anfangsverdacht und hat ein Ermittlungsverfahren mit Aktenzeichen eingeleitet.“

Anzeigeerstatter Jürgen Grässlin erklärt: „Dieser Vorgang ist einmalig in der bundesdeutschen Rüstungsexportgeschichte und zeugt von einer nie da gewesenen Skrupellosigkeit: Denn die Bewährungsstrafen durch das Landgericht Kiel im Fall der illegalen Pistolenexporte nach Kolumbien beruhten auf der Annahme, dass die Verurteilten von SIG Sauer nie wieder illegal Waffen exportieren würden. Stattdessen nutzte SIG Sauer die Lücke, die auf dem mexikanischen Waffenmarkt durch das Rüstungsexportverbot der Bundesregierung für Mexiko infolge unserer Strafanzeige gegen Heckler & Koch entstanden war.“ Laut Grässlin, Sprecher der der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ und der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) „sind die Folgen dieses Kleinwaffendeals tödlich. Aufgrund dieser wohl erneut illegalen Waffentransfers von SIG-Sauer-Waffen in die drei lateinamerikanischen Länder werden unzählige unschuldige Menschen verstümmelt oder getötet.“

Ralf Willinger, Kinderrechtsexperte des Kinderhilfswerks terre des hommes und Mitglied des Trägerkreises von Aktion Aufschrei, sagt: „Unsere Recherchen belegen, dass die Pistolen, die SIG Sauer illegal nach Kolumbien exportiert hat, dort für zahlreiche Verbrechen eingesetzt werden – von illegalen bewaffneten Gruppen; wie Paramilitärs, Guerilla und Drogenkartellen, aber auch von Polizei- und Armeeangehörigen. Das ist den Verantwortlichen bei SIG Sauer bekannt, und dennoch liefern sie offenbar illegal weiter nach Kolumbien, Mexiko und Nicaragua. Diese rücksichtslose Geschäftspolitik auf Kosten der Menschen vor Ort muss dringend gestoppt werden.“

Christine Hoffmann, Sprecherin der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ und pax christi-Generalsekretärin sieht in dem neuerlichen Rüstungsexportskandal einen weiteren Beweis dafür, „dass der Endverbleib von Kleinwaffen nicht kontrollierbar ist und auch Kleinwaffenexporte an NATO-Staaten wie die USA alles andere als unproblematisch sind. Um wirklich zu verhindern, dass deutsche Kleinwaffen bei Gewalttaten und Menschenrechtsverletzungen zum Einsatz kommen, dürfen diese nicht mehr exportieren werden. Ein konsequentes Kleinwaffenexportverbot ist überfällig.“

Kontakt für die Medien

Christine Hoffmann, pax christi, 0177/5283530, c.hoffmann@paxchristi.de

Jürgen Grässlin, RIB-Vorsitzender, 0761/7678208 und 0170/6113759, jg@rib-ev.de

Holger Rothbauer, 0173/6577693, anwalt@dehr.eu

Ralf Willinger, terre des hommes, 0541-7101-108, r.willinger@tdh.de

Invest in healthcare not militarization

A statement from the International Peace Bureau

IPB is calling for a dramatic reduction of military spending in favour of healthcare and meeting social needs. Sign their petition to the UN at the end of this article.

The world’s oldest peace NGO, the Nobel Prize-winning International Peace Bureau (IPB), has called on G20 world leaders to send a message of peace and solidarity to the world as they address the global health emergency.

This is a time to open a new page in global relations, to put geopolitical tensions to one side, to end proxy wars, for a ceasefire in those many conflicts around the world all of which stand to hamper a global solidarity effort.

We have to lift the shadow of war and military brinkmanship which has blighted global cooperation in recent years and work to ensure that a spirit of peace and solidarity prevails.

India poverty

Humans are paying a terrible price for the diversion of funds away from health and welfare and into military spending. (Photo: “India, 2013” by Juanlu Sánchez/Creative Commons)

The IPB has long drawn the world’s attention to the increasing velocity of the global arms race.

Our communities are paying a high price for an arms race that has diverted resources from the basic health and welfare needs of the people.

We are all paying a heavy price for failed leadership and misplaced market-driven practices that have weakened our means to address this emergency, which has hit the weakest hardest.

Healthcare Stress

We are now seeing the consequences of underinvesting in healthcare infrastructure, hospitals, and staff.

Hospitals are overburdened, nurses are exhausted, materials are scarce, and life and death decisions are made on who can and cannot have access to the scarce number of ventilators available. Doctors and nurses are handicapped by the irresponsibility of past political and economic decision making.

All over the world, health systems are reaching the limits of their strength and heroic front-line staff are under massive pressure.

The coronavirus emergency shows what a weakened state our societies find themselves in to protect the people: a world driven by financialization, shareholder value and austerity have weakened our ability to defend the common good and placed human life in danger on a global scale.

France spending

Employees fearful of job and income loss are tempted to go to work sick. Older people are vulnerable and need help. The virus hits the weakest hardest.

Privatization, austerity measures, the neoliberal system have brought the local, regional and national health services to the brink of collapse.

In the last two decades the number of doctors working in the healthcare system has been reduced by a third in Western European countries.

In Italy, the healthcare budget has been cut by 37 billion euros in recent years.

The WHO warns that we are facing a shortage of 18 million healthcare workers by 2030.

Municipalities urgently need support in order to increase numbers of available staff. And now these policies are taking their toll, especially where hospitals have been closed on a massive scale in recent years (or privatized for the benefit of the rich), and in some (particularly rural) regions this has restricted basic care.

We can already draw lessons for the future:

  • Health is a human right for the young and old, for all people in all parts in the world.
  • Healthcare and nursing care must never be slashed or subordinated in the pursuit of profit through privatization.
  • The importance of decent work for all healthcare staff and continued investment in their education and training.

UK spending

Time for a Global Social Contract

As each hour passes, the full scale of the crisis becomes clearer.

The ILO has already reported on the labour market consequences:

  • A potential loss of 25 million jobs, which is more than those lost during the 2008 financial crisis.
  • Working poverty is expected to increase significantly, where up to 35 million additional people could be impacted.
  • Income losses for workers could reach 3.4 trillion dollars.

We support the efforts of the trade union movement globally, regionally and nationally, in their call for a new social contract.

We support their call for economic measures and resources to protect jobs, incomes, public services, and the welfare of people.

This requires a commitment from the business community to keep people in work and the support they are promised to receive from their governments must be conditional on their adhering to the social contract for job security and incomes.

G20: Priority to Disarmament

The world spends 1.8 trillion dollars on military expenditure every year and is scheduled to spend 1 trillion dollars on new nuclear weapons in the next 20 years.

World military exercises cost more than 1 billion dollars each year, and arms production and arms exports are on the increase in the world’s leading economies.

The G20 cannot sweep these facts under the carpet. Military spending is 50 per cent higher today than at the end of the Cold War. It stands at a staggering 1,8 trillion US dollars a year, while NATO is demanding further increases from its members.

Nuclear launch

Military spending is 50 per cent higher today than at the end of the Cold War. (Photo: US Department of Defense/Wikimedia Commons)

The G20 are responsible for 82 per cent of global military spending, account for almost all arms exports, and hold 98 per cent of the world’s nuclear bombs on their collective territory. The G20 is a shared platform that brings together the interests of the main players in the global arms race.

In addition, billions are spent on military research, money which would be better invested in health and human needs and research to help the fight against global climate change.

Militarization is the wrong path for the world to take; it fuels tensions and raises the potential for war and conflict and aggravates already heightened nuclear tensions.

Even so, the policy architecture that was put in place to control nuclear expansion and disarmament is ignored or even weakened.

The Bulletin of the Atomic Scientists’ 2020 Doomsday Clock published in February stood at 100 seconds to midnight – the closest it has been to midnight in its 70-year history – and this global pandemic has pushed the second hand even closer.

World leaders must put disarmament and peace back in the center of policy making.

Global leaders have to develop a new agenda for disarmament and that includes the banning of nuclear weapons. We call once again for governments to sign on to the TPNW.

Without it, we are handicapping our fight against future health pandemics, to eradicate poverty, hunger, to provide education and healthcare for all, as well as the realization of the SDG 2030 goals.

Global Peace

The International Peace Bureau is calling for a global culture of peace. (Photo: iStock)

Disarmament is one of the keys to the great transformation of our economies, to ensure that human beings and not profit are most valued; economies in which ecological challenges – above all the crisis of climate change – will be solved and global social justice will be pursued.

With disarmament the implementation of the SDGs, a global social contract, and a new global green peace deal, we can address the challenges of the coronavirus pandemic.

We know from the history of our own organization and many of our member organizations that in such crises, democracy must be defended above all else, and it must be defended against increasingly authoritarian states.

We are calling for a culture of peace. A peaceful path means that we need a global strategy, a global social contract, and global cooperation to ensure planet-wide support for people. This will be the human solidarity of the 21stcentury – for and with the people.

IPB is willing and able to work on establishing this peaceful path – in collaboration with partners all over the world.

That is why we say that an initiative from the G20 to move away from a culture of militarization towards a culture of peace is both urgent and necessary.

Sign the petition here to call on world leaders meeting at the General Assembly of the United Nations in September 2020 to dramatically reduce military spending in favor of healthcare and all social and environmental needs. 

Download the IPB statement in English, SpanishFrenchGerman, Swedish, or Finnish.

This statement originally appeared on the International Peace Bureau website and is republished with kind permission.

Rüstungsausgaben steigen Weltweit

1.920.000.000.000 US-Dollar – das ist die Zahl die für furore sorgt. Es ist die Zahl, die bezeichnet was 2019 weltweit für Rüstung ausgegeben wurde. 2,2 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung. Ein Anstieg um 3,6% im Vergleich zu 2018.

Pieter Wezemann von SIPRI stellt dazu fest “Seit 2010 sehen wir eine deutliche Entwicklung, was die globalen Militärausgaben angeht. Zunächst sanken sie ein wenig, stiegen dann aber wieder an und 2019 lagen sie etwa sieben Prozent über dem Niveau von 2010. Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass die Militärausgaben erst einmal auf diesem Niveau bleiben – als Folge der aktuellen massiven Wirtschaftskrise.“ – Alle Bereiche des öffentlichen Lebens müssen zurückstecken, die Rüstung darf auf hohem Niveau verharren.

 

Auch im Friedensnobelpreisträger Europa nehmen die Rüstungsausgaben zu

Mit insgesamt 49,3 Milliarden Dollar, also umgerechnet 45,6 Milliarden Euro, rutscht im Ranking vom neunten nun auf dem siebten Platz in der Liste der weltweit größten Rüstungskäufer.

Die Militärausgaben Deutschlands stiegen 2019 um 10% auf 49,3 Milliarden Dollar. Dies war der größte Ausgabenanstieg unter den 15 größten Waffenkäufern im Jahr 2019. Der Anstieg der deutschen Militärausgaben lässt sich zum Teil durch die Wahrnehmung einer erhöhten Bedrohung durch Russland erklären, die von vielen Mitgliedstaaten der Nordatlantikpakt-Organisation (NATO) geteilt wird“, sagt Diego Lopes da Silva, Forscher bei SIPRI. Gleichzeitig blieben die Militärausgaben Frankreichs und Großbritanniens jedoch relativ stabil.“, so Diego Lopes da Silva, Forscher am SIPRI.

Die Militärausgaben der NATO-Mitgliedstaaten in Mitteleuropa stiegen hingegen stark an: So erhöhten sich die Militärausgaben Bulgariens – hauptsächlich aufgrund von Zahlungen für neue Kampfflugzeuge – um 127 Prozent und die Rumäniens um 17 Prozent. Die gesamten Militärausgaben aller 29 NATO-Mitgliedstaaten beliefen sich 2019 auf 1035 Milliarden Dollar.

Im Jahr 2019 war Russland der viertgrößte Einkäufer für Waffen und Rüstungsgüter der Welt und erhöhte seine Militärausgaben um 4,5 Prozent auf 65,1 Milliarden Dollar. Mit 3,9 Prozent seines BIP gehörte Russlands Belastung durch Militärausgaben 2019 zu den höchsten in Europa“, sagt Alexandra Kuimova, Forscherin bei SIPRI.

 

Licht und Schatten in Afrika und dem Nahen Osten

das erste mal seit fünf Jahren steigen die Rüstungsausgaben in Afrika wieder – um 1,5% auf ca. 41 Milliarden Dollar. Bewaffnete Konflikte sind eine der Hauptursachen für die Unbeständigkeit der Militärausgaben im Subsahara-Raum. In der Sahel- und Tschadsee-Region beispielsweise, in der es mehrere anhaltende bewaffnete Konflikte gibt, stiegen die Militärausgaben 2019 in Burkina Faso (22 Prozent), Kamerun (1,4 Prozent) und Mali (3,6 Prozent), während sie im Tschad (-5,1 Prozent), Niger (-20 Prozent) und Nigeria (-8,2 Prozent) zurückgingen. Unter den zentralafrikanischen Ländern, die in bewaffnete Konflikte verwickelt waren, stiegen die Militärausgaben 2019 insgesamt an. Die Zentralafrikanische Republik (8,7 Prozent), die Demokratische Republik Kongo (16 Prozent) und Uganda (52 Prozent) haben alle ihre Militärausgaben im Jahr 2019 erhöht.

Im konfliktreichen Nahen Osten die zahlen zurück. In elf Staaten der Region sanken die Militärausgaben danach durchschnittlich um 7,5 Prozent auf zusammen 147 Milliarden Dollar.

Besonders Bemerkenswert ist dabei Saudi-Arabien. Obwohl die bewaffnete Konfrontation im Jemen fortgeht und auch die spannungen mit dem Iran weiterbestehen, wurden 16% weniger für Rüstungsgüter ausgegeben. Damit liegt das Land aktuell knapp vor Deutschland mit 61,9 Milliarden Dollar auf Platz 5 der größten Waffenkäufer.

Fazit

Die Corona-Pandemie zeigt uns worauf wir nicht verzichten können, und wo abstriche denkbar sind. Wir müssen Ausgangsbeschränkungen und Bürgerrechtseinschränkungen hinnehmen um ein auf Kante gespartes Gesundheitswesen das auf Profit ausgerichtet wurde nicht zu überfordern.

Gleichzeitig nehmen unsere Rüstungsausgaben zu, während andere dringend benötigte Bereiche vernachlässigt werden.

In Anlehnung an ein indianisches Sprichtwort hoffe ich das wir bald feststellen das Soldaten keine Krankenpfleger, Offiziere sind keine Ärzte, Panzer keine OP-Tische und Kasernen keine Krankenhäuser sind.

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